Vor kurzem hatte Die Linke im Bundestag einen Antrag gegen das Clubsterben gestellt. In München knüpft die Partei nun nahtlos an ihrem lobenswerten Engagement an, ganz zur Freude der Techno-Community.


In einer öffentlichen Mitteilung fordert Oberbürgermeister-Kandidat Thomas Lechner mehr Freiflächen für nicht kommerzielle Raves. Das Kulturreferat solle demnach ein Konzept auf die Beine stellen, welches selbst organisierte Partys ins Stadtleben von München integriert. „Als Stadt mit dem Anspruch einer „Kulturmetropole“ darf sich München hier nicht aus der Verantwortung stehlen“, so der 57-Jährige.

Lechner weist darauf hin, dass die Veranstalter in einer rechtlichen Grauzone arbeiten würden, da es kaum bezahlbare Orte zum Raven gebe. Durch diese Problematik entstünden demnach Risiken, die sich sowohl auf die Organisatoren, als auch auf die Gäste auswirken können.

Erst Ende Mai ereignete sich auf einem der „illegalen“ Raves ein tragischer Zwischenfall: Ein 23 Jahre alter Mann war an einer Kohlenstoff-Monoxid-Vergiftung gestorben.

Wie man es richtig angeht, beweise laut Lechner insbesondere die Stadt Zürich in der Schweiz. Diese leidet zwar, genau wie München, an akuter Raumnot, profitiert jedoch von städtischen Maßnahmen, die bürokratische Hürden zurückschrauben und freie Flächen für Tanzveranstaltungen ermöglichen. Die komplette Mitteilung findet ihr hier.

 

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Quelle: Süddeutsche Zeitung, Die Linke
Foto: Pixio