
Die Ankündigung eines Techno-Festivals auf dem Wallberg hatte für heftige Reaktionen gesorgt.
Naturschutzverbände und der Gemeinderat in Rottach-Egern protestierten gegen pulsierende Beats in Gipfelnähe, zumal die Veranstaltung in der winterlichen Ruhezeit der Wildtiere stattfinden sollte. Mehrfach wurde eine Untersagung gefordert.
Das Landratsamt Miesbach lud daraufhin alle Beteiligten zu einer Besprechung. In einer Mitteilung heißt es, die Wirtsleute hätten dort auf eine bereits angekündigte Verkleinerung des Snow Peak Festivals verwiesen.
Die Veranstaltung am 7. Februar soll nun deutlich reduziert stattfinden. Geplant ist laut Angaben der Betreiber ein Deephouse-Music-Event mit 300 statt ursprünglich 600 Besuchern. Zudem wird das Festival ausschließlich im geschlossenen Raum der Gaststätte durchgeführt.
Damit reagieren die Veranstalter auf die Kritik an möglichen Lärm- und Lichtemissionen in der sensiblen Berglage. Das Ehepaar hatte das Panoramarestaurant auf 1722 Metern Höhe erst im Dezember übernommen und wollte dort künftig gezielt Events etablieren.
Der Vorverkauf für das Festival läuft bereits seit Oktober, das Veranstaltungsende ist für 22 Uhr angesetzt. In der aktuellen Ankündigung auf der Homepage der Wallbergbahn ist von Techno nicht mehr die Rede.
Stattdessen werden „Electronic Beats über den Wolken“ beworben. Zuvor war die Sorge geäußert worden, dass selbst Indoor-Musik durch Türen oder Panoramafenster nach außen dringen könnte.
Bei dem Treffen wies die Untere Naturschutzbehörde laut Landratsamt auf die artenschutzfachlichen Sachverhalte am Wallberg hin. Besonders problematisch seien demnach Lärm und Licht mit Wirkung nach außen, da sensible Tierarten betroffen sein könnten.
Die Pächter stellten bei der Besprechung ihre unternehmerischen Pläne vor. Auf der veröffentlichten Veranstaltungsliste findet sich neben dem Festival auch ein Starkbierfest am 14. März. Das Landratsamt forderte nun ein Betriebs- und Veranstaltungskonzept an.
Dieses Konzept soll laut Behörde „insbesondere auf die Verträglichkeit mit dem Schutz der Lebensräume sensibler Tierarten geprüft“ werden. Erst danach wird entschieden, in welchem Umfang künftige Veranstaltungen auf dem Wallberg möglich sind.
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Quelle: Merkur
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