
Die Musiktechnologie-Branche steht vor einer der größten Übernahmen der vergangenen Jahre: InMusic übernimmt Native Instruments samt Tochtermarken wie iZotope, Plugin Alliance und Brainworx. Damit rücken einige der wichtigsten Hard- und Software-Marken für Musikproduktion, DJing und Audio-Processing unter ein gemeinsames Dach.
Für InMusic ist der Schritt strategisch enorm: Der Konzern, zu dem bereits Marken wie AKAI, Moog, M-Audio, Alesis, Numark, Rane und Alto gehören, erweitert sein Portfolio damit um zentrale Produkte aus dem Native-Instruments-Kosmos. Dazu zählen unter anderem Kontakt, Komplete Kontrol, Maschine, Traktor sowie zahlreiche Plug-ins und Mixing-Tools von iZotope, Brainworx und Plugin Alliance.
Die Nachricht verbreitete sich während der laufenden Superbooth 26 in Berlin schnell in der Szene. Für viele Nutzerinnen und Nutzer dürfte die Übernahme zunächst vor allem als Stabilisierung verstanden werden: Native Instruments bleibt erhalten und wird Teil eines Konzerns, der tief in der Audio- und Producing-Branche verankert ist.
Spannend wird nun vor allem, wie InMusic mit dem umfangreichen Software-Ökosystem weiterarbeitet. Besonders Kontakt gilt seit Jahren als Industriestandard und bildet für viele Drittanbieter die Grundlage ihrer Sample-Libraries. Auch die Zukunft von Maschine, Traktor und den Komplete-Kontrol-Keyboards dürfte genau beobachtet werden.
Gleichzeitig wächst die Erwartung, dass InMusic dem Hardware-Bereich von Native Instruments neuen Schub geben könnte. In den vergangenen Jahren standen dort eher Updates und Produktpflege im Vordergrund, während größere Neuentwicklungen ausblieben.
Erste Berührungspunkte zwischen beiden Unternehmen gab es bereits vor der Übernahme, unter anderem durch NKS-Integrationen für Controller von AKAI und M-Audio sowie Native-Instruments-Sounds für die MPC-Plattform. Nun folgt der deutlich größere Schritt.
Quelle: Amazona
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