We need Cracks


Anhänger des einfachen Schubladendenkens für Musikstücke werden beim Hören von „Troposphere“ schwitzige Hände bekommen und leicht verdattert auf den Plattenteller starren. Für Techno hat es zu viele House-Anleihen, TechHouse ist es aber definitiv nicht. Und im Break könnte man sogar an Trance denken. Überall bedienen sich We Need Cracks. Wer sich darauf einlässt, bekommt mit „Troposphere“ aber ein sehr angenehmes Stück, das auch wunderbar in den Sommer gepasst hätte. Die beiden weiteren Tracks, „Solarium“ und „Telescopium“, sind ähnlich gestaltet und verzaubern auf eine gleiche Weise. Teilweise wirkt es ein wenig zu aufgesetzt und vielleicht sogar kitschig, aber das trübt den positiven Gesamteindruck nicht. Das Release ist perfekt als Chillout zu gebrauchen, Musik an, Augen zu. Und nach der anstrengenden Diskussion, wo jetzt genau die Platte in den Schrank einzuordnen ist, kann man sicherlich ein wenig Ruhe gebrauchen. 7/10 BRNK