
Mit „Trance Started Here“ ist eine neue Mini-Dokumentation erschienen, die den frühen Wurzeln von Goa-Trance nachgeht. Das rund zehnminütige Video wurde auf dem YouTube-Kanal Brain Fuel veröffentlicht und zeichnet anhand von Archivmaterial und persönlichen Erinnerungen nach, wie in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren eine eigenständige elektronische Musikbewegung entstand.
Im Fokus stehen prägende Akteure wie Laurent, Frisko, Gil, Castle, Raja Ram sowie die deutschen Musiker Jörg und Antaro. Statt eine klassische Genre-Historie zu erzählen, widmet sich die Doku vor allem den konkreten Arbeitsweisen jener Zeit: dem Auflegen mit Tape-Decks, dem manuellen Schneiden und Neuarrangieren von Kassetten sowie der Entwicklung langer, kontinuierlicher DJ-Sets.
Ein zentraler Bezugspunkt ist der Einfluss von Kraftwerk. Deren reduzierter, maschineller Ansatz elektronischer Musik diente vielen Beteiligten als ästhetische Orientierung und wurde in Goa mit Acid, frühem Techno und psychedelischen Elementen weitergedacht.
Die Doku macht zudem deutlich, warum Goa selbst eine entscheidende Rolle spielte. Günstige Lebensbedingungen, eine internationale Hippie-Community und die räumliche Distanz zu westlichen Club- und Marktlogiken schufen einen experimentellen Freiraum. Die Strände wurden zu informellen Laboren, in denen sich Musiker über längere Zeit austauschten und neue Formen des Auflegens entwickelten.
Die Dokumentation könnt ihr hier schauen:
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