new order



Die letzten zehn Jahre nach der Veröffentlichung des bisher letzten Albums gehören wohl eher nicht zu den rühmlichen Jahren der Band, die eher geprägt waren von einer zwischenzeitlichen Auflösung, dem Austritt von Bassist Peter Hook und dazugehörigem Rosenkrieg. Nun sind sie wieder da – ohne Hook, aber mit wieder mit Gründungsmitglied Gillian Gilbert, die 2004 aus der Formation ausstieg. „Music Complete“, das ist dann auch eine Art inhaltliche Essenz, denn New Order sammeln hier die 35 Jahre (abzüglich Pausen) ihrer Existenz und packen zusammen, was NO ausgemacht hat/ausmacht. Elemente aus den frühen Tagen, so wie wir sie in „Singularity“ finden, eine „Regret“-Variante, die sich „Restless“ nennt, “Plastic“ mit einem ähnlichen Dancefloor-Potential wie seinerzeit „Fine Time“ oder „Blue Monday“ oder „Academic“, das an den Flow des 2001er Albums „Get Ready“ erinnert. Allerdings hat man das Gefühl, dass die Band nicht so genau weiß, ob diese Melange eher aus einer Unsicherheit gegenüber dem eigenen Schaffen entstanden ist oder ganz bewusst. Ein sehr ansprechendes Album, es fehlt eventuell ein wenig ein Faden, eine Idee, ein Hauch Freshness. 8/10 dr.nacht