
MIDI-Controller fürs Studio waren immer eine coole Idee, aber ganz ehrlich: Lange Zeit bevölkerten Unmengen dieser klapprigen Plastikgehäuse die Bedroom-Studios und übten sich im Verstauben. Der obskure Versuch, für ca. 80 Euro etwas aus Kunststoff, Gummi und LED zu erwerben, dass ein Instrument – eine direkte Übertragung der Emotionen in die DAW, Brain-to-MIDI, eine Verkörperung der Intuition – sein soll, musste ja scheitern. Aber es hat sich einiges getan. So sieht sich z.B. die vierte Generation der Launchkeys von Novation eher als haptische Inkarnation aller beliebter Software-Studios von Ableton über Logic bis FL Studio.
Die Keyboards sind deutlich wertiger, es macht deutlich mehr Spaß, die Drumpads zu spielen und die Knöppe sind nun endlich continous. Es gibt Tools, die weit in die Funktionen der DAW eingreifen: Stepsequencer, Scales, Transport oder Clip-Launching.
Damit ist schon einmal gegeben, dass man alle wesentlichen Features wirklich nicht am Computer kontrollieren muss. Der Editor zwingt einen zwar wieder an den Bildschirm – aber nur wenn man einmal eigene Mappings abspeichern will, die dann aber auch für immer passen. Somit gibt man seinen Fingermuskeln die Gelegenheit, wirklich ein Instrument zu erlernen, da ein Handgriff am Launchkey wirklich immer dasselbe macht. Die Keyboards gibt’s dann in vielen Umfängen – vom Launchkey Mini 25 bis zum Launchkey 61. Mit dabei ist aber eines der üppigsten Software-Pakete – von Geheimtipps bis zum hochwertigen Gesamtpaket von Orchestral Tools.
