
Step-Sequencer sind schon ziemlich alt. Doch schon „ganz früher“ haben sie des Öfteren den Unterschied zwischen einem Flop und einem erfolgreichen Track gemacht. So hatten zum Beispiel Kraftwerk als einer der ersten Pop-Acts mehrere 16-Step-Sequencer und konnten damit deutlich interessantere Patterns kreieren als der Rest mit nur acht Steps. Mit kleinen Fills und tollen Variationen. Aber wenn man sich dann den Doepfer MAQ16/13 der Düsseldorfer Elektro-Pioniere anschaut und mit einem der meisterwarteten Sequencer aus diesem Frühjahr vergleicht, liegen hier – wer hätte das gedacht – wieder Welten dazwischen.
Das neue Update ist ein Controlling-Monster, einerseits ausgelegt auf moderne Studios und mit App-Kontrolle ausgestattet – aber trotzdem angelegt auf eine haptische, taktile Performance weit weg von nervigen Bildschirmen. Im One MKII gibt es acht eigenständige Sequencer, die alles von Chords, Scales über Grooves und Generierung hin zu Performance und vor allem Variations können. Mit diesen kann man bis zu 96 MIDI-Kanäle bespielen, wenn man sich einen Expander von OXI für knapp 60 Euro dazuholt.
Fazit: Das Bedienen macht unglaublich Spaß und man hört längst nicht mehr heraus, dass ein Sequencer im Spiel ist, der immer dieselben Steps abläuft. Chapeau!
Aus dem FAZEmag 160/06.2025
Web: www.oxiinstruments.com