Pacha-Residentin regt sich auf über das Wort DJane – darf man das noch sagen?

DJ oder DJane – was sollte man heute nutzen?

Es ist eine Debatte, die in der Szene immer wieder geführt wird. Zahlreiche Künstler:innen stellen sich die Frage, was heute die richtige Bezeichnung ist: Sollten FLINTA*-Acts als DJane oder einfach als DJ bezeichnet werden – und braucht es überhaupt eine eigene Begrifflichkeit für weiblich gelesene DJs?

Was früher als Norm galt, ist heute umstritten. Mit dem zunehmenden Sichtbarwerden weiblich gelesener DJs entstand auch der Begriff „DJane“, da „DJ“ oft als männlich wahrgenommen wurde. Tatsächlich war „DJ“ jedoch nie eindeutig männlich, sondern wurde lange Zeit auch als neutral verstanden. Bis heute diskutiert die Szene darüber, welche Bezeichnung angemessen ist und womit sich die Künstlerinnen selbst wohlfühlen.

Viele greifen inzwischen auf den neutralen Begriff „DJ“ zurück. Er beschreibt die Tätigkeit und die Kunst, ohne weiblich gelesene oder FLINTA*-Acts in eine separate Kategorie einzuordnen. Dennoch gibt es auch Künstlerinnen – vor allem solche, die schon lange aktiv sind –, die den Begriff „DJane“ weiterhin akzeptieren. Diese Haltung scheint jedoch zunehmend seltener zu werden.

In einer Zeit, in der sich viele Menschen als geschlechtsneutral verstehen oder bewusst nicht gendern möchten, gewinnt eine sensible und respektvolle Sprache an Bedeutung. Gerade eine Szene mit starker queerer Geschichte steht in der Verantwortung, diese Offenheit zu leben. Für manche ist das noch ungewohnt, sollte aber zunehmend selbstverständlich werden.

Letztlich ist die elektronische Musikszene ein Raum, in dem sich alle wohlfühlen und frei entfalten sollen. Dazu gehört auch, Menschen so zu bezeichnen, wie sie es selbst bevorzugen. Für viele bedeutet das heute, weiblich gelesene Künstlerinnen ebenfalls als DJ zu bezeichnen und den Begriff „DJane“ eher als überholt zu betrachten.

Dieses Thema wird weiterhin Meinungen spalten und zum Nachdenken anregen. Was ist eure Meinung dazu?

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