
Nach der Schließung im November zeichnet sich beim Berliner Club SchwuZ ein Comeback ab.
Deutschlands ältester queerer Club sendet erstmals konkrete Signale für eine Rückkehr. Am 9. April änderte der Club seine Instagram-Bio in „Everybody loves a comeback“ und veröffentlichte ein Foto mit einem SchwuZ-Logo-Aufkleber auf den Rollläden eines Gebäudes.
Ein zweiter Post bestätigte am selben Tag eine neue Veranstaltung. Am 16. Mai übernimmt das Team das Metropol in Schöneberg für eine „große queere Party“. Auf dem Line-up stehen unter anderem Caramel Mafia, Sparkly Pony und TRANCESETTER999.
Die Veranstaltung markiert den ersten Schritt zurück ins Nachtleben. „SchwuZ im Metropol ist die erste Party des neuen SchwuZ, aber wir haben immer noch keinen eigenen Club“, sagte Vorsitzender Marcel Rohrlack.
Die Perspektive bleibt damit vorerst eine temporäre Nutzung bestehender Locations. Rohrlack betonte zudem: „Für uns ist klar, dass SchwuZ wieder einen eigenen Club braucht. Nur in eigenen Räumlichkeiten kann SchwuZ wieder das queere Wohnzimmer werden, das es seit fast fünf Jahrzehnten ist.“
Parallel läuft die Suche nach einem festen Standort. Der Verein ruft aktiv zur Unterstützung auf: „Wir sind aktiv auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Wenn Sie einen Club mieten möchten: Melden Sie sich bei uns.“
Damit wird die Community direkt in den Prozess eingebunden. Das SchwuZ wurde 1977 in Kreuzberg gegründet und gilt als ältester queerer Club Deutschlands. 2013 zog es in eine größere Location in Neukölln mit rund 1.000 Plätzen, die über Jahre prägend für die Clubkultur der Stadt war.
Bekannt wurde der Club durch Partys, Konzerte, Ausstellungen und Diskussionen sowie als inklusiver Treffpunkt der LGBTQIA+-Community. Hier konnte fern gesellschaftlicher Normen gefeiert werden, was dem Ort eine besondere Bedeutung verlieh.
Im August meldete der Club Insolvenz an, am 1. November 2025 folgte die endgültige Schließung in der Rollbergstraße. Finanzielle Probleme hatten den Betrieb zuvor stark belastet (FAZEmag berichtete).
Aktuell prüft der Verein mögliche neue Standorte, darunter die ehemalige Busche am Warschauer Platz oder Räume in Mitte. Parallel kehren erste Formate bereits in Form von Pop-up-Partys zurück.
Ein Instagram-Video aus April 2026 mit der Botschaft „We’re sticking around“ unterstreicht die Ambitionen. Unterstützt von Community und Politik arbeitet das SchwuZ daran, wieder eine feste Heimat zu finden.
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Quelle: Resident Advisor
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