2017_11_PvD_PdW


Zwei Jahre nach dem letzten konzeptionellen Werk „The Politics Of Dancing 3“ enthüllte Paul van Dyk Mitte Oktober sein achtes und wahrscheinlich persönlichstes Studioalbum auf dem eigenen Berliner Label VANDIT. „From Then On“ entstand während der aktuellen Tourphase beim Reisen und ist stark verbunden mit dem Rehabilitationsprozess seit seinem viel diskutierten Sturz von der Bühne im Jahr 2016. Die ersten Monate dieser Zeit erlebte Paul mit einer radikal differenzierten Sichtweise auf den Alltag. Durch das Auflegen und indem er sich Zeit für sich selbst nahm, lernte er, die einfachen Dinge des Lebens wieder besonders zu schätzen. Es entwickelte sich die Idee, den Trance, das Leben und die Einheit als neue Ebene der musikalischen Unterhaltung mit diesem Album zu ehren.
Er schuf ein Werk der Spontaneität und Kompromisslosigkeit, mit dem starken Bedürfnis, ohne besondere Überlegungen oder Planungen, sondern tief aus dem Herzen heraus Musik zu schreiben; mit dem Ziel, die Liebe zum Trance in ihrer direkten Form und mit einem neu entfachten Enthusiasmus musikalisch umzusetzen. Denn diese Musikrichtung und gleichzeitig treue Bewegung, die auch Paul van Dyk eine authentische Weiterentwicklung ermöglichte, scheint ihm heute lebendiger denn je. Und selbst nach einer langjährigen Karriere und acht Studioalben, geprägt von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen, bricht dieser Prozess der Weiterentwicklung nicht ab.
Das Album zählt insgesamt 14 Titel – neben den bereits bekannten Auskopplungen „Touched By Heaven”, „Everyone Needs Love” (mit Ronald van Gelderen feat. Gaelan & Eric Lumiere) und „Stronger Together” (mit Pierre Pienaar) birgt es auch die neue Single „I Am Alive“ und den Titel-Track „From Then On“ mit Leroy Moreno. Geschätzte Szenegrößen wie Alex M.O.R.P.H., Jordan Suckley, M.I.K.E. Push & Fred Baker oder Steve Allen haben sich in einzelnen Kompositionen als bedeutende Kollaborationspartner verewigt. Das Ergebnis: Zeitlos melodischer Uplifting Trance mit klassischen und modernen Werten. 10/10 Damian Duda