Als Teil des Line-ups anlässlich der Jubiläumssaison von Cocoon auf Ibiza kam ein Mitschnitt von Planetary Assault Systems zustande, bestehend aus insgesamt 13 Tracks. Die Hardware-Live-Performance startet mit dem ca. drei Minuten langen Intro „Angel Of The East“ wie eine Reise in die Weiten des Weltraums. Das anschließende brandaktuelle „Peru Drift“ knüpft an diese unendlichen Klangräume an und gibt einen Einblick in Luke Slaters gegenwärtiges Schaffen auf Ostgut Ton. Die Übergänge gestalten sich aus technischer Sicht im Rahmen der Möglichkeiten; mal werden Teile des Grooves stumm geschaltet oder rausgefadet, mal gefiltert, so dass alles wie bei einem DJ-Mix zu einem pausenlosen Gesamtmix verschmilzt. Der Live-Act wird dabei von einzelnen Improvisationen des Londoner Saxophonisten Tim Ower ergänzt. So kommt Ower, der bereits für Jess Glynne, Jonas Blue oder Rapper Stormzy auf der Bühne stand, unter anderem bei den Stücken „Desert Races“ und Give It Up“ zum Einsatz. Unter die aktuellen Produktionen, wie „Engage Now“, mischen sich auch echte Klassiker, wie das 1998 erschienene „Voodoo“, mit dem das britische Urgestein einmal mehr unter Beweis stellt, dass er der absolute Meister der Verzerrung ist. Insgesamt eine Mischung aus minimalistischen Techno-Beats und vielschichtigen Klangräumen, detailversessen und weiterhin so futuristisch, wie Techno seit jeher definiert ist, ohne dabei retro zu klingen.

8/10Master J