
Das stört den mittlerweile 52-jährigen Kölner aber nicht. Seit Ende der 1980er Jahre hat er immer wieder Essenzen, Loops und Rhythmusanleihen aus dieser Musik, auf unterschiedlichste Weise mit Techno gekreuzt. Für Voigt hat der ‚Umpa Umpa Beat‘ dieser Musikrichtung immer schon mit dem ‚Bum Bum Bum‘ der geraden Bassdrum harmoniert und korrespondiert. 1996 erschein unter seinem Mike-Ink-Pseudonym die erste „Polka Trax“ auf dem britischen WARP-Label.
Wenn man sich mit einem Akkordeon- und Bläserklängen arrangieren kann, wird man „Polkatrax“ nicht als Parodie sondern als ernstgemeinte Klangforschung verstehen, denn so ist es auch gemeint. Ob hier jedoch das eine oder andere Augenzwinkern nicht auch mitschwingt, überlassen wir der Phantasie des Hörers.
Anlässlich des Festivals “ Doofe Musik, Lieder zum Träumen, Betäuben und Vergessen“ präsentiert Wolfgang Voigt am 08.05.2014 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin erstmalig eine Auswahl seiner Polkatechno-Experimente in Form eines Computer Livegigs. Es darf getanzt werden.
Am 5. Mai ist sein neuestes „Polkatrax“-Release auf Profan/Kompakt erschienen.

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