
Die Filmemacher des Kinostreifens „Sirāt“ freuen sich gerade noch über die Nominierungen, da steht „DJ Ahmet“ bereits in den Startlöchern.
Der von der Rave-Kultur inspirierte Film „Sirāt“ von Óliver Laxe ist für die Oscars 2026 in den Kategorien Bester internationaler Film und Bester Ton nominiert.
Die Academy gab die Auswahl am 15. März bekannt. Für das spanische Kino gelten die zwei Nominierungen als besonderer Erfolg. Erst recht vor dem Hintergrund, dass der Film in den „typischen“ Kategorien Filmmusik und Filmsong oder auch Kamera gar nicht vertreten ist.
„Sirāt“ erzählt die Geschichte von Luis und seinem Sohn Esteban, die auf einem Rave in Marokko nach der verschwundenen Tochter suchen. Nach der Räumung des Events fliehen sie mit Ravern durch das Atlasgebirge zu einem weiteren illegalen Rave. Elektronische Musik und Sounddesign sind zentrale Erzählelemente (FAZEmag berichtete).
Laxe zeigte sich trotz verpasster Nominierungen für Kamera und Filmmusik gelassen. „Wenn man versucht, einen ehrlichen Film zu machen, hat man schon gewonnen“, sagte er. Über den Ton erklärte er: „Der Ton ist eine Meisterleistung.“
Historisch ist die Nominierung eines rein weiblichen Soundteams. Parallel rückt mit „DJ Ahmet“ bereits der nächste Film mit starkem Bezug zur elektronischen Musik in den Fokus. Regisseur Georgi M. Unkovski erzählt von einem 15-jährigen Schafhirten, der mit selbstgebauter Anlage und basslastigen Tracks gegen die Enge seiner Dorfgemeinschaft rebelliert.
Elektronische Musik wird hier zum Fluchtpunkt jugendlicher Selbstbestimmung, von heimlichen Raves bis zu TikTok-Tänzen. „DJ Ahmet“ verbindet Clubkultur, Social Media und Coming-of-Age-Drama und startet am 19. Mai 2026 in den deutschen Kinos.
Quellen: Mundo America / Presseportal / Cineplex
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