Razzia in Club von Fernsehteam begleitet: Sender veröffentlicht Filmmaterial

Der City Club Augsburg hat sich erneut zur umstrittenen Polizeirazzia von Ende Januar geäußert. Anlass ist die Veröffentlichung von Aufnahmen, die während des Einsatzes durch ein Kamerateam von ProSieben entstanden sind. Das Material ist inzwischen Teil der Dokureihe „Real Rookies USK“ und wurde Ende Mai in der Mediathek bereitgestellt sowie Anfang Juni im Fernsehen ausgestrahlt.

In einem Statement widerspricht der Club mehreren Darstellungen aus der Sendung. Unter anderem kritisiert das Team Aussagen des Einsatzleiters Andreas Diehm. Dieser hatte in der Dokumentation erklärt, der Durchsuchungsbeschluss habe für das gesamte Gebäude gegolten. Laut City Club stimmt das nicht mit dem Beschluss überein, der Geschäftsführer Sebastian Demmer vorliegt.

Auch die Darstellung, wonach es Ermittlungsergebnisse zu mutmaßlichem Drogenhandel im Club gegeben habe, weist der City Club zurück. Die Anwältin von Demmer erklärte, man hoffe weiterhin auf eine klare Einordnung durch die Polizei und eine zeitnahe Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Demmer und die Blausky GmbH.

Kritik übt der Club zudem an der Begleitung des Einsatzes durch ein Kamerateam. Gäste und Mitarbeitende seien während der Razzia gefilmt worden, ohne ausreichend darüber informiert worden zu sein, dass die Aufnahmen für eine Fernsehdokumentation genutzt werden sollten.

In der Folge kommen auch anonymisierte Schilderungen einer betroffenen Person vor, die den Einsatz als einschüchternd und erniedrigend beschreibt. Der City Club verweist auf ähnliche Berichte weiterer Gäste und Mitarbeitender. Der Chef der Kriminalpolizei, Mario Huber, räumte später gegenüber der Augsburger Allgemeinen ein, man hätte die Entscheidung, ein Kamerateam mitzunehmen, wohl kritischer abwägen sollen.

Quelle: Groove

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