Reeperbahn Festival 2026

Foto: Christian Hedel

Mitte September 2026 verwandelt sich Hamburgs St. Pauli erneut in einen der wichtigsten Treffpunkte für neue Musik, internationale Talente und aktuelle Branchendebatten. Mit zahlreichen weiteren Bestätigungen wächst das Programm des Reeperbahn Festivals kontinuierlich – und zeigt sich stilistisch so offen und international wie selten zuvor. Neben Indie, Pop, Punk, Folk und Hip-Hop spielt dabei auch elektronische Musik eine zentrale Rolle.

Zu den prominentesten Namen aus dem elektronischen Spektrum zählt das österreichische Duo HVOB. Seit seinem Debüt verbindet das Projekt Deep House, Ambient, hypnotische Spoken-Word-Passagen und fein geschichtete Synthesizer zu einem atmosphärischen Sound, der zwischen Club und Konzertsaal funktioniert. Ihre immersiven Liveshows haben HVOB längst auf internationale Festivals wie Burning Man, Fusion und SXSW geführt.

Deutlich rauer fällt der Ansatz von Vtoroi Ka aus Kirgisistan aus. Das Duo kombiniert retrofuturistische Electronica mit Elementen aus Pop, Rock, Hip-Hop, Indie und Post-Punk. Mit dem Album „Piggy Ride“ sorgte es 2024 in seiner Heimat für Aufsehen und präsentiert sich beim Reeperbahn Festival erstmals einem größeren internationalen Publikum. Auch TR/ST gehört zu den elektronischen Höhepunkten. Das kanadisch-amerikanische Projekt um Robert Alfons steht seit Jahren für düsteren Synthpop, Industrial-Anleihen und emotional aufgeladene Clubmusik. Zwischen schwebenden Flächen, treibenden Beats und markanter Stimme hat TR/ST über mehrere Alben einen unverwechselbaren Sound entwickelt.

Experimenteller wird es bei Moritz Simon Geist, der elektronische Musik mit Robotik und mechanischen Klangapparaturen verbindet. Seine Performances machen sichtbar, wie Beats, Rhythmen und Sequenzen physisch entstehen. Donny Benét setzt dagegen auf analoge Synthesizer, Drum Machines, funkige Basslinien und eine bewusst überzeichnete Retro-Ästhetik. Der australische Musiker hat sich damit längst eine internationale Fangemeinde aufgebaut.

Foto: Christian Hedel

Weitere elektronische und genreübergreifende Akzente setzen unter anderem LudoWic mit dunkler, cineastischer Electronica, die estnische Künstlerin YASMYN zwischen R&B, Pop und elektronischer Produktion, Jamaica Moana mit Clubmusik, Hip-Hop und Performance sowie Misbah, dessen warmer Sound Indie-Pop, Synth-Funk und persönliche Songwriter-Elemente verbindet. Auch She Her Her Hers bewegen sich mit Chillwave, Ambient, Synth- und Dream-Pop an den fließenden Grenzen elektronischer Musik.

Darüber hinaus bietet das Reeperbahn Festival erneut eine breite Auswahl internationaler Entdeckungen. Mit dabei sind unter anderem Fat Dog, English Teacher, shame, Pale Waves, Mine, Philine Sonny, Dea Matrona, Sonic Boom, Alexis Taylor, Luiza, Chinese American Bear, The SoapGirls, Playlunch und Snotty Nose Rez Kids.

Ergänzt wird das Liveprogramm durch erste Beiträge aus den Bereichen Literatur, Podcast, Comedy und gesellschaftlicher Diskurs. Die Conference steht 2026 unter dem Leitthema „Forever Legit?“ und beschäftigt sich mit der Zukunftsfähigkeit der Musikbranche, neuen Technologien, künstlicher Intelligenz sowie dem veränderten Konsum- und Ausgehverhalten jüngerer Generationen. Mit seinem Mix aus Clubfestival, Showcase-Plattform, Konferenz und Kulturprogramm bleibt das Reeperbahn Festival einer der wichtigsten Orte, um Künstler*innen zu entdecken, bevor sie im Mainstream und in den Algorithmen ankommen.

Weitere Infos sowie Tickets für das Festival oder die Conference unter www.reeperbahnfestival.com.

16. – 19.09.2026 · Hamburg

Line-Up: HVOB, TR/ST, Donny Benét, Moritz Simon Geist, Vtoroi Ka, Jamaica Moana, She Her Her Hers, English Teacher, shame, Pale Waves, Mine, Fat Dog, Sonic Boom, Alexis Taylor, Philine Sonny, Dea Matrona, WizTheMc und Snotty Nose Rez Kids uvm.

www.reeperbahnfestival.com