
Die diesjährige Nature One war ein voller Erfolg. Wie jedes Festival, endet sie nicht abrupt mit dem letzten gespielten Song. Abbau, Abreise und auch Kontrollen spielen in den letzten Stunden nach wie vor eine Rolle.
Unter dem Motto „Rave, Rausch, Führerschein“ begleitet das Sat.1-Frühstücksfernsehen die Polizei bei ihren Kontrollen der abreisenden Besucher. In dem rund vierminütigen Beitrag kommen u. a. Beamte und Festivalbesucher zu Wort.
Auf die Frage, wie genau die Kontrolleure Menschen unter Drogeneinfluss erkennen würden, wird zuerst ganz klassisch auf „große Pupillen“ hingewiesen. „Wenn das sogar im Rahmen der ein, zwei Sekunden (Anm. Red.: in denen die Autos vorbeifahren) auffällt, dann ziehen wir die raus.“
Die Raver, die von den Behörden angehalten werden, werden u. a. einer freiwilligen Urinkontrolle unterzogen. Bei einem nachgewiesenen Erstverstoß, wie z. B. bei Cannabis-Einfluss, drohe ein Bußgeld von 500 Euro, ein Punkt in Flensburg und Fahrverbot. Bis positive Urinproben im Labor analysiert wurden, vergehen einige Tage.
Auch Alkoholtests werden u.a. mit standardisierten Atemtests durchgeführt. Ab 0,5 Promille liege hier eine Ordnungswidrigkeit vor. Auch hier drohen 500 Euro Bußgeld, 2 Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.
Ein Raver, der die Kamera bei der Kontrolle zulässt, hat besonderes Glück. „Du bist genau einen Tag aus der Probezeit raus“, so der zuständige Beamte. „Damit dürftest Du Glück haben, kein Aufbau-Seminar und Probezeit-Verlängerung zu bekommen.“
Für Drogen wie Kokain gibt es keine Grenzwerte und wird von den Beamten als No-Go bezeichnet. Allein der Besitz ist verboten und führt bereits zu einer Strafanzeige. Für solche Fälle kommen dann auch Spürhunde zum Einsatz.
Kokain am Steuer, wie in dem Beitrag anhand einer Person dargestellt, bedeutet für den Fahrer ebenfalls ein Monat Fahrverbot, 500 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Insgesamt kontrollierten die Beamten acht Stunden lang und hielten über 300 Wagen an.
Insgesamt zieht die Polizei aber eine positive Bilanz. Trotz rund 55.000 Besuchern sei es nur selten zu Delikten wie Diebstahl oder Körperverletzungen gekommen, schreibt der WW Kurier. Demnach bezeichneten die Behörden die Nature One 2026 als „bemerkenswert friedlich.“
Den Beitrag des Sat.1-Frühstücksfernsehen könnt ihr euch HIER anschauen.
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