
Mit über 162.000 Followern darf sich MARCO CARIOLA wohl als größten Account bezeichnen, der in regelmäßigen Abständen mit satirischem Blick auf die elektronische Musikszene blickt. Was während der Corona-Pandemie als Freizeitprojekt startete, wurde schnell mehr.
Der Name „Marco Cariola“ ist zwar offensichtlich eine Anspielung auf den italienischen Techno-DJ Marco Carola, soll laut Betreiber aber keine gezielte Parodie auf Carola selbst sein. Er habe lediglich einen leicht wiedererkennbaren und einprägsamen Namen gesucht.
Inhaltlich richtet sich der Account vielmehr gegen Entwicklungen in der elektronischen Musikszene insgesamt – etwa Social-Media-Inszenierung, gekaufte Reichweite, übertriebene Selbstdarstellung, Fake-DJs, unangenehmes Marketing oder virale Trends wie die starke Präsenz von Keinemusik.
Eine viel diskutierte Content-Reihe des Accounts sind die Cringe Vibes, die immer wieder kommentarlos bizarre, witzige oder peinliche Momente aus der Szene beleuchten. So beispielsweise geschehen bei „Vol 46“, seht selbst:
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Zu sehen bekommen wir Italo-Techno, der qualitativ eher in der Kreisliga unterwegs ist, jede Menge DJs in billigen Masken oder Kostümen, ein fragwürdiges Techno-Dance-Tutorial und mehr. Es ist wie ein Unfall, man sollte nicht hinschauen, aber man tut es.
In den Kommentarspalten amüsieren sich sogar große Namen aus der Szene über das Gezeigte. Während Nicole Moudaber das Dance-Tutorial hervorhebt, kommentiert Karotte süffisant, „Wir brauchen mehr Masken!“
Tocadisco richtete seine Worte direkt an den Betreiber des Kanals: „Wo zum Teufel findest du immer diese fantastischen Perlen der DJ-Kultur?“. Fernanda Martins schreibt: „Ich liebe es dabei zuzusehen, wie sie denken, sie hätten es drauf.“
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