„Save The Rave“: Tausende demonstrieren in Frankfurt für Clubkultur

Save the Rave: 2.500 Menschen demonstrieren in Frankfurt für Clubkultur

Am vergangenen Samstag wurde Frankfurts Innenstadt zur Tanzfläche: Rund 2.500 Menschen beteiligten sich an der „Save The Rave“-Tanzdemo und zogen mit Musikwagen durch die Stadt. Ein breites Bündnis aus Clubs, Kollektiven und Kulturinstitutionen wollte damit auf die Bedeutung von Freiräumen und die aktuelle Situation der Clubkultur aufmerksam machen.

Unter dem Motto „Tanzbares Leben für Alle“ startete die Demonstration an der Hauptwache und führte über den Platz der Deutschen Einheit und den Baseler Platz wieder zurück zum Ausgangspunkt. Das Bündnis fordert unter anderem, Clubkultur offiziell als Kulturgut anzuerkennen und dauerhaft durch die Stadt zu fördern. Auch bezahlbare Räume für Clubs, Ateliers und andere unabhängige Kulturorte stehen auf der Forderungsliste.

Ein weiterer Punkt betrifft selbstorganisierte, nichtkommerzielle Raves. Dafür sollen geeignete öffentliche Flächen ausgewiesen werden. Nach Angaben des Bündnisses geraten solche Veranstaltungen zunehmend durch behördliche Auflagen und Sanktionen unter Druck. Auch die Frankfurter Rundschau berichtet von Forderungen nach weniger bürokratischen Hürden und besseren Bedingungen für unabhängige Kulturveranstaltungen.

Neben der kulturellen Bedeutung ging es bei der Demo auch um Teilhabe. Rednerin Ayesha Khan thematisierte unter anderem Schutzkonzepte in Clubs und die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung. Damit verbindet „Save The Rave“ den Erhalt von Clubräumen mit der Forderung nach einer offenen und diskriminierungsfreien Kultur.

Ob sich in Frankfurt in Sachen Clubkultur tatsächlich etwas verändern wird und die Demo damit ein Zeichen setzen konnte, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Die „Save The Rave“-Demo zeigt, dass das Thema Clubkultur viele Menschen bewegt und der Wunsch nach langfristigen Lösungen groß ist.

Quelle: Frankfurter Rundschau

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