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Mit seinem zweiten Album als SBTRKT zeigt sich Aaron Jerome wieder von der instrumentaleren Seite. Die Grundzüge davon entstanden auf Osea Island, einer kleinen Insel vor England. Mit Raury, Sampha, Denai Moore, Caroline Polachek, Ezra Koenig, Jessie Ware und Asap Ferg kommen zahlreiche Gastkünstler auf „Wonder Where We Land“ vor. Durch die Vielzahl an Einflüssen und die Besinnung auf mehr Instrumente in den Tracks erscheint das Album fülliger, sanfter und deutlich zugänglicher als der Vorgänger. „Temporary View“ mit Sampha überzeugt auf ganzer Linie, die weichen Vocals des häufigen Studiopartners von Aaron sind eine ideale Ergänzung zum neuen SBTRKT-Sound, der sich nun irgendwo zwischen Dubstep, Breakbeats, House und Pop einordnet. Zu einem der Highlights zählt „Higher“ mit Raury, das durch den harten Rap besticht. Generell bewegt sich „Wonder Where We Land“ auf einem hohen Niveau. „The Light“ mit Denai Moore ist eine bitter-süße Serenade, „If it Happens“ fängt eine trübere Stimmung perfekt ein, ohne dabei billig zu wirken, mit „Everybody Knows“ fusioniert SBTRKT House und Breakbeats und „Look Away“ mit Caroline Polachek ist ein zerreißendes Stück Liebesgeschichte in vier Minuten. Was SBTRKT mit „Wonder Where We Land“ geschaffen hat, ist ein zeitloses Album, das gekonnt mit den Stimmungen des Hörers spielt. 9/10, BRNK.