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20 Jahre und neun Alben hat Christopher von Deylen als Schiller jetzt also auf dem Buckel. Noch immer geht das Konzept massenkompatiblen Chillouts auf. Ausverkaufte Hallen, zig-fach verkaufte Alben. Da wird auch dieses Werk keinen Unterschied machen. Vom elektronischen Untergrund belächelt, ist der ausgewanderte Ex-Wahlberliner ohnehin eher im Pop anzusiedeln und ein Gesamtkunstwerk aus flächigen Sounds, Videos und Visuals. Für sein neuntes Album hat von Deylen weitgehend auf Namedropping verzichtet und stattdessen jungen, bislang eher unbekannten Künstlerinnen eine Plattform geboten. Die machen ihren Job durchweg gut, und so bekommt der Schiller-Fan nach „Opus“ und einem Ausflug ins klassische Fach, nun wieder das, wonach er verlangt: Soliden Global Pop für stille Momente und mehr Gelassenheit. Wer wissen will, was Schiller mit Sharon Stone zu tun hat, muss schon das Interview in dieser Ausgabe lesen. „Future“ gibt es wie von Schiller gewohnt im super multi mega CD/DVD-Package, das Rundum-Wohlfühl-Paket eben. 8/10 Points NicolA