
Im Januar veröffentlichte Schiller sein neues Album „Euphoria“, das für ihn wieder ein besonderes Highlight war, da es sich in wichtigen Aspekten von seinen Vorgängern abhob. Dank seiner vor circa zwei Jahren neu entdeckten Liebe als DJ aufzutreten, ist „Euphoria“ deutlich clubbiger geworden. Die Fans honorierten es, der Longplayer landete auf Platz 1 der Albumcharts. Die dazugehörige Arena-Tour im Mai wird entsprechend auch neue Elemente aufnehmen und eine großartige Mischung aus elektronischen Soundscapes, hypnotischen Beats und akustischen Instrumenten präsentieren – inklusive atmosphärischer Lichtpoesie und Surround-Sound. Zu den anstehenden Tourterminen haben wir mit dem Ausnahmekünstler gesprochen.
Christopher, in gut zwei Monaten startet deine “Euphoria”-Arena-Tour, wie ist die Vorfreude? Und bist du schon aufgeregt?
Die Vorfreude ist groß, weil jetzt alles zusammenkommt: Musik, Show, Team, Publikum. Aufgeregt bin ich schon – aber eher positiv. Das gehört dazu, sonst wäre es komisch.
Was können die Besucher*innen erwarten, was wird anders sein als sonst?
„Euphoria“ hat mehr Drive, das wird man live auch merken. Es wird energetischer, direkter, aber trotzdem mit den typischen, weiten Momenten. Außerdem wird es mehr Übergänge und Build-ups geben, die speziell für die Arena-Versionen gemacht sind – also nicht einfach „Album nachspielen“, sondern als Live-Erlebnis gedacht. Und natürlich ein atemberaubender Surround-Sound.
Du bespielst seit vielen Jahren regelmäßig große Arenen, was für eine Faszination üben sie auf dich aus?
Eine Arena hat eine eigene Energie. Du kannst dort sehr groß denken – Sound, Licht, Visuals – und gleichzeitig entstehen manchmal die ruhigsten, konzentriertesten Momente. Diese Mischung reizt mich.
Im Interview in der Januarausgabe zu deinem Album “Euphoria” hast du gesagt, dass es das “bislang das clubbigste Album, das ich produziert habe” ist. Wie haben deine Fans das aufgenommen, wie war die Resonanz?
Sehr gut, vor allem weil viele den Mix mögen: mehr Rhythmus, aber trotzdem Atmosphäre. Ich habe oft gehört: „Endlich wieder mehr Groove“, ohne dass es sich fremd anfühlt. Darüber bin ich sehr glücklich.

“Euphoria” ist dein zehnter Longplayer, der in den Albumcharts auf Platz 1 gelandet ist, insofern kann man auch sagen: alles richtig gemacht – und natürlich auch: Glückwunsch! Aber wie fühlt sich das mittlerweile an, wieder auf Platz 1 zu landen? Spürst du vor dem VÖ einen Druck, dass es auch kommerziell erfolgreich sein sollte, freut mich sich über so eine Platzierung wie beim ersten Mal?
Natürlich freut mich das – jedes Mal. Druck gibt es vor einem Release immer ein bisschen. Nicht nur wegen Charts, sondern weil man will, dass die Menschen es wirklich annehmen. Und wenn es dann so aufgeht, ist das einfach schön. An dieser Stelle möchte ich mich von ganzem Herzen bei meinem Publikum und meinen phantastischen Gastkünstler*innen bedanken.
Nach deiner Arena-Tour stehen diverse Hybrid-DJ-Sets auf Festivals an, unter anderem auf Parookaville oder Nature One an. Als DJs legst du gerade erst seit gut zwei Jahren auf, aber du scheinst Gefallen daran zu finden. Und es scheint ja auch ein Konzept zu sein, was aufgeht, wie man an den namhaften Booking in deinem Kalender sehen kann.
Weil es eine andere Art ist, mit Publikum zu arbeiten. Als DJ reagierst du schneller, kannst mehr ausprobieren und den Abend anders aufbauen. Und ja, ich habe Spaß daran gefunden – gerade an der Mischung aus eigenen Elementen und Tracks, die in dem Moment gut funktionieren.
Ebenfalls im Sommer gibt es die “Sommerklang”-Open-Airs, kannst du uns dazu schon was verraten?
Sommer ist für mich immer Licht in Musikform. Bei „Sommerklang“ will ich genau das: weniger „Show“, mehr Atmosphäre – als würde man einen Sonnenuntergang vertonen, der langsam in Nacht übergeht. Es wird besondere Versionen geben, mehr Ausflüge in langgezogene, schwebende Passagen – und gleichzeitig diese neuen, rhythmischen Farben aus „Euphoria“. Open Air ist ehrlich: Der Himmel ist Teil der Bühne. Und genau damit möchte ich spielen.
Arena Tour
Live mit Band und musikalischen Gästen:
09.05.2026 | Quarterback-Immobilien-Arena, Leipzig
10.05.2026 | Rudolf-Weber-Arena, Oberhausen
11.05.2026 | Porsche-Arena, Stuttgart
12.05.2026 | Lanxess-Arena, Köln
14.05.2026 | MyTicket-Jahrhunderthalle, Frankfurt/M.
15.05.2026 | Barclays-Arena, Hamburg
16.05.2026 | Uber-Arena, Berlin
09.–16.05.2026 • diverse Städte