
Das genossenschaftlich organisierte Projekt Vollgut will den Standort als soziales Kulturzentrum weiterentwickeln. Der künftige Betreiber wird Teil einer Gemeinschaft aus über 30 Kulturorganisationen.
Die Fläche umfasst 1.500 Quadratmeter mit drei Floors, ist rollstuhlgerecht, verfügt aber weder über Tageslicht noch über eine Außenfläche. Gesucht werden Organisationen, die populäre, queere und migrantische Kultur mitgestalten, Begegnung fördern und einen professionellen Kulturbetrieb langfristig tragen können.
Dabei sei ausdrücklich mehr als ein klassischer Clubbetrieb denkbar. In dem Aufruf heißt es, die Fläche könne neue, innovative Konzepte aufnehmen, die über das bisherige Modell hinausgehen.
Wichtig sei die Übereinstimmung mit den Werten eines lokalwohlorientierten, sozialen Kulturortes. Bewerbungen sind bis zum 31. Dezember 2025 möglich, Besichtigungen und Gespräche folgen im Januar 2026.
Die Betriebsaufnahme ist für April 2026 vorgesehen. Vorausgegangen war die Insolvenz des SchwuZ Ende Juli, nachdem kein Investor gefunden wurde, der den Betrieb fortführen konnte. Die Betreiber bezeichneten das Ende als „tiefgreifenden, historischen Einschnitt in der Geschichte des Schwuz“.
Seit 1977 war der Club ein zentraler Ort queerer Kultur, aus dem Projekte wie der erste Berliner CSD 1979 hervorgingen. Zuletzt erschwerten hohe Defizite und die Größe des Standorts den Fortbestand.
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