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Bereits seit 2000 ist Christian Schachta alias Syntax Error als Produzent und DJ aktiv. Während dieser Zeit gründete er zahlreiche Labels wie z. B. FEINWERK im Jahr 2004, Relax2000 2009 und Snork Enterprises 2006. Dabei ist Schachta seinem Hang zum Underground stets treu geblieben – er bevorzugte schon immer eher den dunklen Keller gegenüber dem Hochglanz-Club. Von Anfang an verfolgte er dabei seine spezielle Vision in Sachen Sound: etwas düster, experimentell, vertrackt. Auch wenn Snork Enterprises mittlerweile bekannte Namen der Technoszene releast, ist es immer noch so, dass diese Künstler auf Snork Enterprises auch gerade solche Tracks rausbringen, die in eine etwas ungewöhnlichere Richtung gehen. Dazu gehören u. a. Jens Zimmermann, Daze Maxim, Konstantin Sibold, Phil Kieran, Neil Landstrumm und Dapayk. Den speziellen Sound hört man auch in Schachtas eigenen Produktionen sowie auf den Partys der Reihe „UNDERtheGROUND“ in Gießen – ob in Underground-Clubs, Off-Locations wie unter einer Autobahnbrücke oder bei der Nachttanzdemo. Aktuell erscheinen die „Mooncruise“ von Jens Zimmermann sowie ein 2-Tracker von Roland M. Dill.

Zur Musik ist Schachta bereits mit 16 gekommen. „Es ng alles mit dem Radiosender Evosonic an, einem Techno-Open-Air auf einer ehemaligen Militärbasis und wenig später mit einer Dokumentation über das Aufschwung Ost in Kassel und den Tresor in Berlin. Dort wollte ich so schnell wie möglich hin. Mit 17, während eines Schulaus ugs nach Berlin, hat es dann geklappt. Die Musik dort war anders als alles, was ich bisher gehört hatte. Schräger, dunkler, böser, aber vor allem mit viel Charakter. Das hat mich und meine Musik geprägt. 2004 startete ich mit FEINWERK und dem Motto ,pure, hard, underground real shit fucking music’ – vertrackt, düster und verrückt. Vier Jahre später kam Snork Enterprises – eigentlich nur ein Experiment, doch es wurde zum ,Flaggschi ’. Snork ist minimaler als FEINWERK, doch ebenso unkonventionell: düster, tiefe Bässe, manchmal etwas hölzern. Der Lautsprecher braucht was zum Arbeiten. Der Floor muss fühlen, dass es snorky ist. Relax2000 war ursprünglich ein Underground-Club in Gießen, den ich mit einem Freund aufgebaut hatte. Dafür wollten wir ein eigenes Label haben. Das passte gut, da ich immer viele Demos bekam, die ich geil fand, aber die nicht so düster waren wie der FEINWERK- oder Snork-Sound. Das UNDERtheGROUND-Label basiert auf einer Partyreihe, ebenso aus Gießen, mit dem gleichen Kumpel – roughe Partys in geilen Locations. Und so entstand UNDERtheGROUND als Vinyl-only-Label, bei dem die Artists unbekannt bleiben.“

Als Meilenstein bezeichnet er das erste Release von Neil Landstrumm auf FEINWERK, da er bereits lange vorher ein Fan von dessen Produktionen war. „Auch die Jens-Zimmermann-Releases auf Snork Enterprises waren jedes Mal erfolgreich und ein Highlight. Dazu kam Cristian Vogel mit einem Radio-Slave-Remix. Konstantin Sibold hat mit der ,Stuttgart’- EP auch quasi einen ,Volltre er’ gelandet. Zu Beginn war das mit der Musik Spaß: Ich habe einfach gemacht, worauf ich Lust hatte. Dann wurde es immer mehr: mehr Labels, mehr Arbeit – und es hat sich mehr gelohnt. Für mich wurde die Musik während des Studiums zum Business. Mittlerweile ist es wieder so wie am Anfang: Ich will etwas scha en, das speziell ist und mir gefällt. Es muss nicht immer szenekonform sein. Musik ist für mich wieder mehr Leidenschaft als Business – meinen Lebensunterhalt verdiene ich anders. Das ist mein Luxus. Was sich jedoch nie verändert hat, ist die Zusammenarbeit mit den Produzenten und Partnern. Da läuft alles sehr persönlich. Vieles ist Ehrensache, schließlich kennt man sich oft schon Jahre.“ In Planung sind aktuell neue Releases mit Phil Kieran, Neil Landstrumm und Sender Berlin. Er selbst steckt momentan ebenfalls Zeit in neue Produktionen sowie in die Planung von Label-Partys in Hamburg.

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