
Denon DJ erweitert seine Prime-Serie um den Prime 4 G2. Die neue Standalone-DJ-Workstation übernimmt das Grundkonzept des Prime 4, bringt aber mehr Rechenleistung, neue Pad-Funktionen und eine direkt integrierte Stem-Zerlegung mit.
Der Prime 4 war 2019 als Standalone-System mit vier Kanälen und großem Touchdisplay erschienen. Einige Jahre später folgte mit dem Prime 4+ ein Update mit erweitertem Streaming-Support und der Möglichkeit, vorbereitete Stems zu nutzen. Der G2 führt diese Entwicklung nun weiter.
Im Inneren arbeitet ein neuer 8-Kern-ARM-Prozessor. Das Gerät misst 762 × 500 × 90 Millimeter und verfügt über ein 10,1 Zoll großes Touchdisplay sowie zwei 8-Zoll-Jogwheels mit LED-Anzeigen.
Die vier Decks bieten unter anderem Loops, Beatjump, Reverse und Stem Separation. Jedes Deck verfügt über acht Pads mit klassischen Pad-Funktionen sowie neuen MPCe-Modi. Diese ermöglichen die dynamische Steuerung von Filtern, Loops, Stems und Effekten.
Die integrierte Stem-Funktion erlaubt es, Songs direkt auf dem Gerät aufzuteilen. Vocal-, Melody-, Bass- und Drum-Stems lassen sich anschließend über die Pads kontrollieren. Alternativ können Vocal-, Melody- und Drum-Stems über die EQ-Regler bearbeitet werden.
Auch die vierkanalige Mixer-Sektion wurde umfangreich ausgestattet. Neben Dreiband-EQs und einem anpassbaren Crossfader gibt es Sweep-FX wie Sweep, Noise, Wash und Reverb. Hinzu kommen weitere Kanal- und Crossfader-Effekte sowie Touch-FX und 26 Main-FX.
Das Display dient zur Anzeige von Mixinformationen, zur Navigation durch die Musiksammlung und zur Steuerung verschiedener Funktionen. Unterstützt wird die Bedienung durch einen seitlich bewegbaren Drehregler mit Druckfunktion sowie dedizierte Tasten.
Für den Anschluss an PA-Systeme stehen symmetrische XLR- und unsymmetrische Cinch-Ausgänge für das Mastersignal bereit. Booth- und Zone-Ausgänge sind ebenfalls per XLR ausgeführt. Die Kanäle 1 und 2 verfügen über umschaltbare Mikrofon-/Instrumenteneingänge, während Kanäle 3 und 4 Line-/Phono-Eingänge bieten.
Ein DMX-Ausgang ermöglicht zudem die direkte Lichtsteuerung. WLAN und Bluetooth dienen dem Zugriff auf Streamingdienste und der drahtlosen Audioübertragung. Unterstützt werden Amazon Music, Apple Music, Tidal, SoundCloud, Beatport und Dropbox.
Musik lässt sich außerdem über USB-Datenträger und SD-Karten abspielen. Auf der Oberseite befinden sich SD-Kartenslot und USB-A-Anschlüsse, auf der Rückseite ein weiterer USB-A- sowie ein USB-C-Port. Über die OmniSource-Technologie können verschiedene Quellen parallel genutzt werden.
Der Prime 4 G2 soll zudem mit Serato DJ Pro, Algoriddim djay und VirtualDJ kombiniert werden können. Damit bleibt das System sowohl als eigenständige DJ-Workstation als auch in Verbindung mit verbreiteten DJ-Programmen einsetzbar.
Mit dem Prime 4 G2 erweitert Denon DJ das ursprüngliche Vierkanal-Konzept vor allem um neue Möglichkeiten für Stems und Performance-Pads. Hinzu kommen die stärkere Recheneinheit, umfangreiche Effekte, Streaming, mehrere Anschlussoptionen und die integrierte Lichtsteuerung.
Der Preis für den Denon DJ Prime 4 G2 liegt aktuell bei 2698 Euro.
Quelle: Loop Rituals
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