DJs wollen keine KI-Musik: Beatport reagiert und blockiert Uploads

Beatport zieht Konsequenzen aus der Debatte um KI-Musik. Die Plattform will künftig vollständig oder überwiegend mit generativer KI erzeugte Tracks beim Upload blockieren. Grundlage ist eine neue KI-Richtlinie, mit der Beatport menschlich produzierte, KI-assistierte und vollständig synthetische Musik unterscheiden will.

Assistive KI-Werkzeuge bleiben weiterhin erlaubt. Dazu zählen etwa Tools für Mixing, Mastering oder Stem-Separation, sofern sie menschliche Arbeit unterstützen und nicht vollständig ersetzen. Verboten ist dagegen auch das Klonen von Stimmen ohne rechtlich geklärte Freigabe. Zur technischen Umsetzung arbeitet Beatport mit dem Fraud-Spezialisten Beatdapp zusammen.

Die neue Regel folgt auf einen Vorfall im Juni, als ein vollständig mit Suno erzeugter Track Platz eins der Beatport-Charts erreichte. Beatport reagiert damit auch auf die eigene Community: Laut einer Umfrage würden 60 Prozent der DJs keine KI-generierten Tracks in ihren Sets spielen, nur acht Prozent zeigten sich offen dafür.

Releases mit KI-Beteiligung sollen künftig markiert werden. Diese Kennzeichnung kann auch bei redaktioneller Kuration und Chart-Platzierungen berücksichtigt werden.

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