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Eine neue Studie beweist: MDMA ist mehr als nur eine illegale Partydroge. Denn sie kann zur Behandlung von Problemen bei psychischen Krankheiten genutzt werden. Neurowissenschaftler an der Oxford University und am King’s College in London unter der Leitung von Mitul Mehta und Anthony Gabay haben jetzt neue Untersuchungen an der Liebesdroge durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Journal of Neuroscience veröffentlicht und deuten darauf hin, dass das durchgeführte Experiment auch therapeutische Effekte hat.

Die Probanden des Experiments waren 20 männliche Teilnehmer, die alle schon Erfahrungen mit der Partydroge gemacht haben, aber nie zuvor psychische Probleme hatten. In dem Experiment sollten sie ein Gefangenendilemma spielen, wobei zwei Spieler in eine schwierige Situation gebracht wurden. In der Testgruppe erhielten jeweils zehn Teilnehmer eine Dosis von 100mg MDMA, den anderen zehn wurde ein Placebo verabreicht. In jeder Runde des Spiels wurden die Testpersonen gefragt, ob sie gegen die anderen Spieler antreten oder mit ihnen zusammenarbeiten würden. Die Wahl jedes Spielers wurde dann an den anderen weitergegeben, zusammen mit einer Bewertung des Vertrauensniveaus gegenüber ihrem Gegner auf einer Skala von eins bis sieben.

Ziel der Studie war es, die Auswirkungen von MDMA auf das Entscheidungsverhalten zu untersuchen. Sie stellte fest, dass Teilnehmer, die MDMA eingenommen hatten, eher kooperativ arbeiteten als die Teilnehmer, die das Placebo eingenommen hatten. Selbst in Fällen, in denen sie von anderen Teilnehmern „betrogen“ worden waren. Zudem wurden spezielle Geräte verwendet, um das Gehirn der Teilnehmer zu untersuchen. Das Ergebnis: MDMA kann Menschen helfen, kooperativer zu werden, indem es mehr Aktivität in bestimmten Bereichen des Gehirns erzeugt. „Anekdotisch gesagt soll MDMA dazu beitragen, dass man mehr Mitgefühl und Liebe für alle hat, also war ich eigentlich überrascht“, sagte Gabay. „Aber wir fanden heraus, dass es tatsächlich einen Unterschied im Verhalten gibt, je nachdem, mit wem die Leute interagieren.“

Eddie Jacobs von der Beckley Foundation, einer anerkannten NGO von der UN, die wissenschaftliche Forschungen an psychoaktiven Substanzen betreiben, sagte: „Vor dem Verbot wurde reines MDMA zu einer sicheren und wirksamen Ergänzung für die Psychotherapie entwickelt.“ Warum das so ist, bestätigen die Ergebnisse der Studie.

Wenn auch ihr MDMA-Fanatiker seid, denkt dran: Ein bewusster Konsum ist das A und O. Oder das E zu dem MMA. Und ein bisschen Bildung über den Drogenkonsum schadet nie, dafür habt ihr ja uns:

 

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