
Weil sich JONA im Stuttgarter Club Climax Institutes ungerecht behandelt fühlte, hat der DJ kürzlich einen Post auf Instagram veröffentlicht, in dem JONA den Club und seinen Betreiber scharf kritisiert. JONA sei dazu gedrängt worden, das Set abzubrechen und warf der Venue zudem Queer- und FLINTA-Feindlichkeit vor.
Nun hat sich auch das Climax mit einem umfassenden Statement zu Wort gemeldet. Auf Instagram wirft der Betreiber dem DJ unter anderem ein „geplantes Schauspiel“, einen „versuchten Shitstorm“ und die „Instrumentalisierung der Queeren Szene“ vor.
Aber nochmal von vorn: Am 21. August legte JONA für das befreundete Kollektiv Basszendent im Stuttgarter Climax Institutes auf und brach das Set gegen 2:45 Uhr ab. Auf Instagram informierte JONA ihre eigene Anhängerschaft ausführlich über die Gründe und rief zu Solidarität auf. JONA soll zunächst vom Staff darauf hingewiesen worden sein, dass das Set zu schnell sei. Später habe sich der Clubbesitzer zu JONA in die Booth gesellt und unaufgefordert seinen USB-Stick angeschlossen. Daraufhin brach JONA das Set hab.
Neun Tage später hat sich nun auch das Climax in Person von Michael Gottschalk auf Instagram und auf der offiziellen Homepage zu Wort gemeldet. Dieser schreibt: „Da sich die Anschuldigungen gerade am Anfang immer wieder geändert haben und die Gegenseite die Kommentarfunktionen praktischerweise einschränkt, sobald Gegenwind aufkommt, hier nun unser offizielles Statement auf der Climax-Seite zu den Fakten.“
Im Folgenden nimmt Gottschalk den DJ scharf in die Kritik. Er erklärt:
„Jona hat an dem Abend schlichtweg ALLE ignoriert. Erst einen unseren Haustechniker, dann einen anwesenden DJ und Sounddesigner und zum Schluss mich. Besagter Sounddesigner arbeitet zwar nicht als Techniker bei uns im Club, ist aber ein absoluter Experte, der unsere Anlage u.a. federführend eingemessen hat – er ist also wirklich vom Fach. Er war es auch, der mich überhaupt erst dazu aufgefordert hat, den DJ dazu anzuhalten, lauter zu machen, weil er selbst genug davon hatte, von dieser Person schlichtweg ignoriert und abgefertigt zu werden. Es ging also nicht um den „Ton“ oder darum, jemanden zu bedrängen. Die Diva fühlte sich schlicht von uns allen in ihrer Selbstinszenierung gestört.”
JONA habe zudem ein „geplantes Schauspiel“ betrieben, wohingegen Gottschalk laut eigener Aussage lediglich „Nothilfe“ für den Floor leisten wollte: „Ja, ich bin ein absoluter Technikfreak und Perfektionist, wenn es um den Sound in meinem Laden geht. Dabei bin ich in der Sache sicher auch mal sehr direkt, aber ich lege immer großen Wert auf ein faires und ehrliches Miteinander und faktenbasierten technischen Austausch“, erklärt er.
Auch weiteren Aussagen des DJs widerspricht er: „Wenn in den Statements behauptet wird, das „gesamte Kollektiv“ habe den Club aus Solidarität verlassen, reden wir hier faktisch von weniger als 10 Personen. Auf der Tanzfläche waren es am Ende 4 tanzende Leute aus dieser Bubble.“ JONA wirft er darüber hinaus eine „Instrumentalisierung der Queeren Szene“ vor. Eine rein sachliche und technische Diskussion sei plötzlich „in eine FLINTA- und Queer-Diskussion umgedreht“ worden.
Abschließend appelliert er an die Konsequenz all jener, die das Climax im Rahmen des Vorfalls kritisiert haben: „Ich hoffe inständig, dass all diejenigen, die diesen Boykottaufruf durch entsprechende Statements oder zustimmende Daumen im Netz gutheißen, dies nun auch in aller Konsequenz umsetzen und nicht mehr ins Climax kommen. Ich möchte diesen Menschen in meinem Laden wirklich nicht mehr begegnen – was ja bei ein wenig Konsequenz auch absolut kein Problem darstellen sollte.“
Den gesamten Post lest ihr hier oder auf der Homepage: