
Der KI-Musikanbieter Suno bietet mit Suno Vinyl einen neuen Service an, über den Nutzer ihre auf der Plattform erstellte Musik als Schallplatte pressen lassen können.
Dafür lässt sich eine Tracklist aus der eigenen Suno-Bibliothek mit bis zu 46 Minuten Audiomaterial zusammenstellen. Anschließend können Nutzer eigene Grafiken oder Suno-Motive für Cover, Label und Albumgestaltung verwenden.
Die fertige Schallplatte wird gepresst und anschließend verschickt. Laut Suno soll eine Pressung umgerechnet etwa 39 Euro zuzüglich Versand kosten. Produziert wird die Platte als 12-Zoll-Schallplatte aus PETG. Suno bezeichnet das Verfahren als umweltfreundlich.
Noch unklar ist, ob sich der Dienst ausschließlich auf eigene Kreationen beschränkt oder auch andere über die Plattform verfügbare Tracks berücksichtigt. Der neue Service trifft auf einen weiterhin bedeutenden Vinylmarkt.
Im vergangenen Jahr erzielten Schallplatten in den USA laut der Recording Industry Association of America mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz. Einen vergleichbaren Wert hatte der Markt zuletzt 1983 erreicht.
Für Suno kommt die Einführung des Pressservices allerdings in eine Phase anhaltender rechtlicher Auseinandersetzungen. Seit dem Start des Unternehmens im Jahr 2023 ist der KI-Musikanbieter mit mehreren Rechtsstreitigkeiten konfrontiert.
Zuletzt entschied das Landgericht München in einem Verfahren zwischen der Gema und Suno zugunsten der von der Gema vertretenen deutschen Komponisten. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Nutzung urheberrechtlich geschützter Musik ohne entsprechende Lizenz gegen deutsches Urheberrecht verstößt (FAZEmag berichtete).
Suno wurde dem Urteil zufolge dazu verpflichtet, die Nutzung der Melodien der von der Gema vertretenen Komponisten ohne Zustimmung zu unterlassen und Schadensersatz zu leisten. Die konkrete Höhe des Schadensersatzes steht noch nicht fest. Das Urteil ist außerdem noch nicht rechtskräftig.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt Suno durch ein kürzlich aufgetauchtes Leak. Demnach soll die Plattform Songs von YouTube Music, Deezer, Genius und weiteren Quellen kopiert haben. Die Meldung fiel zeitlich mit einer von mehreren großen Plattenfirmen getragenen Klage zusammen, die von der RIAA koordiniert wird.
Quelle: Resident Advisor
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