Techno-Club überrascht: Freier Eintritt für den gesamten Januar

In Saarbrücken sorgt der Mauerpfeiffer für ein unerwartetes Signal: Im gesamten Januar bleibt der Eintritt frei.

Der Club am Ludwigskreisel, der erst im November seinen 16. Geburtstag gefeiert hat, will damit auf Entwicklungen reagieren, die laut Betreibern die kulturelle Existenz vieler Einrichtungen gefährden.

Die Betreiber kritisieren steigende Kosten und nennen „Gagenwahnsinn, Hype-Druck, explodierende Preise“ als Belastung für die Szene. Obwohl die letzten vier Jahre die erfolgreichsten der Clubgeschichte gewesen seien, fühle man sich gezwungen, immer teurere Angebote zu schaffen, nur um mitzuhalten.

Deshalb betonen sie: „Clubkultur darf kein Luxusprodukt werden!“ Der Januar soll jeden Freitag in der U-Bar und jeden Samstag im Mauerpfeiffer gefeiert werden. Die Line-ups bleiben geheim und setzen auf lokale und internationale Künstler sowie Kollektive.

Ziel ist eine Rückbesinnung, bei der „Vertrauen, Musik und Gemeinschaft“ wichtiger sein sollen als „Namen, Likes oder Preisschilder“. Dieses Prinzip knüpft an die frühen Tage an, in denen der Club zunächst illegal, später als Privatparty und schließlich offiziell betrieben wurde.

Finanziell gestützt wird die Aktion durch den MP United Club, eine während der Corona-Zeit entstandene Unterstützergruppe. Mitglieder spenden monatlich, um den Club zu stärken – ein Modell, das bis heute fortgeführt wird und den freien Januar mit ermöglicht.

Im vollständigen Statement auf Instagram heißt es: „Der gesamte Januar ist bei uns eintrittsfrei. Mit einem Zwei-Club-System (Fr: Ubar / Sa: Mauerpfeiffer) und unangekündigten Lineups … Einen Monat, in dem Vertrauen, Musik und Gemeinschaft wichtiger sind als Namen, Likes oder Preisschilder. VIVA LA UNDERGROUND.“

 

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Quelle: Saarbrücker Zeitung

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