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Techno-DJs reden über HipHop


Ja, wir haben eine neue Kolumne im Heft. Viele Techno- und House-DJs die wir kennen, hören in ihrer Freizeit gerne Hip-Hop. Da ich ebenfalls sehr gerne Rhymes droppe und es liebe, mit Raphael Dincsoy, Simon „Emerson“ Kidder und Sven Wittekind zu fachsimpeln, haben wir uns zu einem Chat verabredet, um die aktuelle Situation im Deutsch-Rap zu analysieren. #machomanstyle #lms #dankbarkeit.

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Die komplette Kolumne findet ihr in der Oktober-Ausgabe eures Lieblingsmagazins. Aber sind schon mal ein paar Punchlines…

Sven Schäfer

Warum hört ihr Hip-Hop?

Simon Kidder

Ich möchte mein Gehirn manchmal abschalten beim Musikhören, aber der Bass muss trotzdem drücken. Das funktioniert mit Asi-Rap supa.

Sven Wittekind

Weil ich es interessant finde, Texte zu hören, in denen man sich erkennen kann. Aber auch einfach nur, weil es viel gute Musik gibt in dem Bereich. Vor allem Battlerap oder auch Rap am Mittwoch feiere ich.

Raphael Dincsoy

Ich kann mich mit der Gewalt verherrlichenden, Drogen glorifizierenden Asozialität sehr gut identifizieren. Je asozialer, desto besser – #realtalk. Aber natürlich geht es mir auch um gute, nach vorne gehende Beats.

Sven Schäfer

Was sagt ihr zum Kollegah-Fan-Post? Ich fand den Track schwach, das Video ganz lustig, aber letztendlich nichts davon wichtig. Wie findet ihr „Vibe“?

Simon Kidder

Vibe“ habe ich durchgehört – alles gut gemacht, gefällt mir aber nicht. Trap ist ganz schwierig für mich und so Rapper, die sich in schicke Klamotten kleiden, auch. Lacoste-Trainingsanzüge ausgenommen.


Sven Schäfer

Du bist halt street und trägst nur Ellesse.

Simon Kidder

Auch gerne mal was von kik.

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Sven Wittekind

Also, ich habe es zweimal gehört und fand manche Aussagen darin ganz gut, in denen er klargestellt hat, wo er steht gegenüber den Behauptungen aus Fler-Interviews. Im Nachhinein finde ich lediglich, dass ein Beatwechsel oder eine Flowvariation dem Diss bei der Länge gut getan hätten. „Vibe“ ist okay, kann aber die ganzen Meinungen mit „bestes Fler-Album“ nicht unterschreiben. Für mich wiederholt er in jedem Track die gleichen Marken. Teilweise sind die Lines gleich aufgebaut. Oder beginnen gleich, textlich wirkt es sehr limitiert … Aber die Beats sind Dope, ebenso Tracks wie „Unterwegs“, „Mercedesstern“ oder „Unsichtbar“.

Raphael Dincsoy

Kann ich kurz machen. Video muss man, glaube ich, nicht drüber reden. Das war ein echter Film. Inhaltlich war es lame. 18 Minuten über Karotten quatschen. Bushidos oder Kays Disstracks waren ja ähnlich lang oder länger, wenn ich mich nicht irre. Aber da waren wenigstens eine wirkliche Story und jahrelanger Inhalt drin. Schwach fand ich von Fler, dass er das Ding sperren ließ. Da hätte gerade einer wie Fler, der immer so den Lauten macht, drüberstehen müssen. Krass war aber auch, dass Fler in einem Interview mit Niko von Backspin – das gedreht wurde, bevor Fanpost 2.0 rauskam – meinte, dass Disstracks „out“ wären und er wohl gar nicht mehr auf „Disses“ antworten würde. Als hätte er das geahnt. „Vibe“ finde ich gut gemacht – aber Trap ist absolut gar nicht meins. Turnt mich null. Fler an sich feiere ich aber als Entertainer, wie oben schon gesagt.

Sven Schäfer

Beginner-Comeback. Gut oder belanglos?

Sven Wittekind

Belanglos. Habe ich komplett verpennt. Auch weil die erste Single mit 187 war und mich das null juckt irgendwie.

Raphael Dincsoy

Für mich ist belanglos noch untertrieben. Ich habe die schon immer ultrawack gefunden und Eisfelds Geseiere ging mir schon immer auf den Keks. Ist einfach nicht meins. Kein Disrespekt, aber mich lässt das eiskalt.

Simon Kidder

Schon etwas belanglos, aber als alter Fan feiere ich doch manche Sachen. „Ahnma“, „Rap & fette Bässe“, „Meine Posse“, „Kater“ – finde ich alles gut. Nur Denyos Talentfreiheit ist zuweilen schmerzhaft.

Sven Schäfer

Noch ein Tipp von euch für die kommenden Wochen? Worauf freut ihr euch – außer auf Weihnachten …?

Simon Kidder

Hanybal.

Sven Wittekind

Casper-Album.


Raphael Dincsoy 

Hanys „Haramstufe Rot“, ganz klar!

Sven Schäfer

Ich freue mich auf das Alpa Gun-Album mit 187-Diss. „Chaos“ finde ich ganz gut. Und natürlich „Essahdamus“.

 

Die gesamte Kolumne gibt es im Oktober-Heft.