THC-Gummibärchen mit Giftstoff versetzt: Ein Toter, mehrere Menschen erkrankt

Gummibärchen

In Berlin sind mehrere Menschen nach dem mutmaßlichen Verzehr von THC-haltigen Gummibärchen schwer erkrankt.

Die Senatsgesundheitsverwaltung geht laut Bild derzeit von drei mutmaßlich zusammenhängenden Fällen aus. Ein 42-jähriger Mann starb nach einem Kreislaufstillstand. Am Vormittag des 22. September wurden Rettungskräfte nach Berlin-Neukölln gerufen. Die Einsatzkräfte versuchten, den 42-Jährigen zu reanimieren, konnten ihn jedoch nicht retten.

Bereits vier Tage zuvor war es in Berlin-Friedrichshain zu einem weiteren medizinischen Notfall gekommen. Eine 30-jährige Frau soll zuvor THC-Gummibärchen konsumiert haben und litt anschließend unter schweren Bewusstseinsstörungen.

Nur eine Stunde später wurden Rettungskräfte an dieselbe Adresse gerufen. Dort befand sich ein 40-jähriger Mann mit ähnlichen Symptomen. Auch er soll zuvor THC-Gummibärchen konsumiert haben und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung bestätigte gegenüber der Bild mehrere Fälle, bei denen Menschen nach dem Verzehr entsprechender Gummibärchen schwer erkrankten. Dabei sei es „zu unterschiedlich starken Formen von Intoxikationen mit einem opioiden Toxidrom“ gekommen.

Welche Substanz konkret für die Vergiftungserscheinungen verantwortlich ist, ist bislang unklar. Die Gesundheitsverwaltung hat deshalb Kliniken und Beratungsstellen „vor dem Konsum derartiger Produkte“ gewarnt.

Bei den beiden überlebenden Betroffenen soll die Behandlung mit dem Notfallmedikament Naloxon angeschlagen haben. Weitere Angaben zur Ursache der Erkrankungen oder zur konkreten Zusammensetzung der konsumierten Produkte enthält der vorliegende Bericht nicht.

Quelle: Berliner Morgenpost

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