Drei Jahre ist es her, dass The Dining Rooms ihr letztes Album „Ink“ veröffentlicht haben. In der Zwischenzeit haben sie ihren Stil, der sich 2010 bereits bei dem Projekt Sem ‚bro andeutete  perfektioniert. Die Mischung aus cineastischen Klängen, durchdachten Songwriter-Texten und eingängigen Vocals könnte sich schnell zum neuen Markenzeichen von The Dining Rooms mausern. Neu – das ist auch die Kombo an sich. Denn während sich in der Vergangenheit „nur“ die beiden Mailender Stefano und Cesare für den Esszimmer-Sound verantwortlich zeigten, gibt jetzt auch noch ein weiterer Musiker den Ton mit an, nämlich der Londoner Sänger Jake Reid. Seine besondere Stimmfarbe verleiht „Lonesome Traveller“ das gewisse Etwas. Reids Vocals dringen tief in den Gehörgang ein ohne dabei nur eine Sekunde lang aufdringlich zu wirken. So zum Beispiel bei „Stoic Calm“ – einer fantastischen Nummer, die nicht nur durch Reids Stimme, sondern vor allem auch durch sanft dahinplätschernde Gitarrenklänge und deepe Töne überzeugt. Der Titeltrack hingegen strotzt nur so vor innbrünstiger Melancholie und schmachtender Schwere – eine echte Songwriter-Hymne eben. Im Gegensatz dazu erinnert „Hotel Rooms“ schon mehr an Sound à la Aphex Twin oder Boards of Canada – so flächig und klangvoll kommt der Song daher. Mein Favorit: „Elsewhere“. Epic! – wie das gesamte Album. 9 Points eva