Loveparade 2010 – ein Unglück hängt nach


Ich gebe zu, wir wollen alle nicht mehr daran denken, aber Jack In The Box-gleich taucht das Thema Loveparade immer wieder aus dem Nebel des Vergessens auf.

Wie „DerWesten“ gestern berichtete, verzögert das noch ausstehende Gutachten des Panikforschers Keith Still die Anklageerhebung im Strafverfahren um das Loveparade-Unglück.

Justizminister Thomas Kutschaty von der SPD wollte heute dem Rechtsausschuss des Landtages dieses Gutachten vorlegen. Laut „DerWesten“ ermittelt man aktuell ’nur noch‘ gegen 16 Personen, da ein Beschuldigter gestorben ist.

Wann die Staatsanwaltschaft gegen einen der Beschuldigten der Loveparade-Katastrophe Anklage erhebt, bleibt weiter unklar, so „DerWesten“ weiter. Für Verzögerung sorgt das Gutachten des britischen Panikforschers Professor Keith Still, dessen Expertise zwar seit Februar 2012 vorliegt , den Staatsanwälte aber nicht ausreicht, weswegen sie von Still die Beantwortung weiterer Fragen gefordert haben. Keith Still wiederum hat dafür weitere Teile der Akten verlangt. Bis Ende des Monats will die bei den Ermittlungen unterstützende Kölner Polizei dem Gutachter angeforderte Zeichnungen aus dem sichergestellten Datenbestand zusammengestellt haben.

Info:
Das Unglück bei der Loveparade 2010 in Duisburg am 24. Juli 2010 forderte 21 Menschenleben und 541 Besucher wurden zum Teil schwer verletzt. Nach diesem Unglück verkündete der Veranstalter McFit, die Loveparade nicht mehr durchführen zu wollen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg leitete ein Ermittlungsverfahren gegen 16 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Duisburg sowie gegen verantwortliche Mitarbeiter des Veranstalters und der Polizei ein. Die Unglücksursache und weitere Details konnten noch nicht abschließend geklärt werden und sind Gegenstand des Ermittlungsverfahrens.