01 - CREDIT - Mathieu Juric5
Sein 2013 veröffentlichtes Album „Romance and Cigarettes“ wurde sowohl in Frankreich, Deutschland als auch den USA mit Lobeshymnen überhäuft. In seiner mittlerweile sieben Jahre andauernden Karriere als DJ tourte Simon Delacroix – wie das aus Paris stammende Ex-Mitglied der HipHop-Gruppe Ed Wood Is Dead mit bürgerlichem Namen heißt – bereits mit Acts wie Skrillex und Franky Chan und arbeitete mit Leuten wie MSTRKRFT und Public Enemy zusammen.

Vergangenes Jahr hörte man seinen Track „Angst“ in der offiziellen Werbung zu Nissans Qashqaï sowie für Ubisofts „Watch Dogs“-Trailer. Nun erscheint mit „TXC RMX“ eine Remix-Compilation seiner erfolgreichsten Tracks, u.a. mit Interpretationen von Juan Mc Lean, Ladytron, Black Strobe, Botox und Donovan. „Ich bin mittlerweile seit ungefähr zehn Jahren unterwegs und dachte, es sei eine gute Idee, mal einen Blick auf diese Zeit zu werfen. Dabei habe ich festgestellt, dass es einige verdammt gute Remixes meiner Tracks gibt, die nochmals gesammelt auf einem Werk erscheinen sollten“, erzählt uns Delacroix. Auf die etlichen Namen angesprochen, die sich hier zusammenfinden, entgegnet er: „Mit einigen bin ich sehr gut befreundet, von vielen bin ich aber auch nur ein sehr großer Fan. In all den Jahren habe ich Acts nie wegen eines Hypes nach einem Remix gefragt, sondern weil ich ihre Arbeit sehr bewundere und zu schätzen weiß. Alleine der Remix von Todd Edwards zu ‚Toxic Is Dead‘ ist großartig und verdient großen Respekt. In Paris hoste ich eine eigene Nacht die den Namen ROUND trägt, dort habe ich Todd eingeladen. Während er spielte, war ich backstage, da ich ein paar Dinge erledigen musste. Plötzlich rief mich jemand auf die Stage, weil Todd mich sprechen wollte. Er schaute mich an und sagte ‚Hör dem nächsten Track genau zu.‘ Er spielte den Remix – der sich im UK Garage-Genre wiederfindet – und ich flippte aus. Als der Song vorbei war, drückte er mir die CD in die Hand und sagte ‚Es gehört dir. Danke, dass du mich eingeladen hast.’“ Dafür verneige ich mich noch heute“. In der Tat eine respektable Geste eines Mannes, der bereits mit Daft Punk für ihre Alben „Discovery“ und „Random Access Memories“ arbeitete und Bands wie Phoenix und Justice remixte. Progressiver und electrolastiger zu geht es in bei den Versionen von Sir Bob Cornelius aka The Bloody Beetroots von „Escape“ sowie den beiden Italienern Kenkode und Skinface, besser bekannt als Cyberpunkers mit „Toxic Is Dead“. The Juan MacLean gestalten „The Nonsense Anthem“ in ein Gemisch aus Disco, Punk, Electro, House und Techno.


In den kommenden Wochen und Monaten steht eine ausgedehnte Tour auf dem Plan von Simon Delacroix. Darunter das Hurricane sowie das Southside Festival am 19. und 20. Juni. Auch an einem neuen Album arbeitet der Pariser. „Mein neuer Longplayer ist sogar schon fast fertig. Ich habe zwei Monate in Los Angeles daran gearbeitet. Während mein erstes Album sehr dark war und das zweite genau das Gegenteil davon, mache ich nun mit dem dritten wieder einen Schritt zu den Wurzeln – noch härter und noch darker. Aber das ist ja immer relativ (lacht).“ / Rafael Da Cruz

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