
Aus einer Idee wurde innerhalb weniger Monate Realität: Am 18. Juli feiert das neue Zuma-Festival in Zusmarshausen seine Premiere. Trotz wiederholter Kritik aus der Nachbarschaft und zahlreicher Diskussionen über das geplante Techno-Event erhielt Organisatorin Jennifer Mair nun die endgültige Zusage. Das Festival kann wie geplant stattfinden.
Die 22-Jährige hatte das Festival erst im April angekündigt. Innerhalb von weniger als drei Monaten stellte sie gemeinsam mit ihrem Team die Planungen für das Techno-Event auf die Beine. Inzwischen befinden sich die Vorbereitungen in der Schlussphase, erste Tickets wurden bereits verkauft und das Festival wird über die eigenen Social-Media-Kanäle beworben.
Am 29. Juni erhielt das Organisationsteam schließlich die endgültige Genehmigung. Bei einem runden Tisch mit Vertretern der Gemeinde, örtlicher Vereine, der Polizei, des Bayerischen Roten Kreuzes sowie Jennifer Mair und ihrem Team wurden die letzten offenen Punkte besprochen.
„Am 29. Juni haben wir die finale und ganz sichere Zusage bekommen, das Festival veranstalten zu können“, berichtet Jennifer Mair der Augsburger Allgemeine. Nach dem Gespräch sei ihr „ein Stein vom Herzen“ gefallen. „Wir haben unser Konzept vorstellen können und haben alle zusammen die besten Lösungen gefunden.“
Während der Vorbereitungen sah sich das Team immer wieder mit Beschwerden aus der Nachbarschaft konfrontiert. Nach Angaben von Mair erreichten sie diese allerdings meist nur über Dritte. „Bei mir persönlich hat sich noch nie jemand beschwert, ich bekomme das nur über Dritte mit, was ich sehr schade finde“, erklärt sie.
Ein Großteil der Kritik bezieht sich auf die befürchtete Lautstärke. Das Festival soll um 16 Uhr beginnen und bis 3 Uhr nachts dauern. Für Mair beruhen viele Vorbehalte jedoch bereits auf dem Begriff Techno. „Die Menschen hören Techno und denken, wir spielen durchgehend Musik mit lautem Bass. Aber Techno ist deutlich vielfältiger.“
Sie wünsche sich deshalb, „dass man dem ganzen zumindest eine Chance gibt und es sich diesen einen Tag anhört, bevor man sein Urteil fällt“. Auch den Besuchern von Techno-Festivals würden ihrer Ansicht nach häufig Vorurteile begegnen. „Dabei sind das die friedlichsten und schönsten Festivals, die ich kenne.“
Gleichzeitig zeigt die Organisatorin Verständnis für einen Teil der Sorgen. Gemeinsam mit ihrem Team suchte sie deshalb erneut das Gespräch mit der Gemeinde und veröffentlichte zusätzlich eine Stellungnahme auf Instagram. Dabei stellte das Team unter anderem sein Sicherheitskonzept vor.
„Wir konnten unser Sicherheitskonzept vorstellen und zeigen, dass wir uns an die Lautstärkeregelung halten können“, sagt Mair. Zusätzlich wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet, über die sich Anwohner mit ihren Anliegen an das Organisationsteam wenden können. „Wir werden jedem antworten, auch wenn es manchmal ein wenig dauern kann.“
Für Jennifer Mair steht vor allem der Gedanke im Mittelpunkt, Menschen zusammenzubringen und der Region ein besonderes Festival zu bieten. Geplant sind außerdem spezielle Aktionen für die Einwohner von Zusmarshausen. „Ich würde mich freuen, wenn man dem Zuma eine Chance gibt und nicht schon vorher urteilt“, sagt sie. Ihr Wunsch für den 18. Juli sei „ein friedlicher Tag, mit dem möglichst alle gut leben können.“
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Quelle: Augsburger Allgemeine
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