
Seit Monaten reiht sich eine Schließungsankündigung an die nächste, die Szene bangt um ihre Clubs und Kulturstätten und gerät immer weiter unter Druck. Auch der U-Club schien sich im Sommer bereits mit traurigen Nachrichten anzuschließen. Nach über drei Jahrzehnten als fester Bestandteil der alternativen Clubkultur und Subkultur in Wuppertal sollte jetzt zum Jahresende Schluss sein. Doch kurz vor dem geplanten Abschied ist nun wohl doch noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Der Club gibt sich nicht geschlagen und kommt mit der passenden Idee zur Rettung um die Ecke. Es wurde jetzt ein gemeinnütziger Verein ins Leben gerufen, um die wirtschaftliche Lücke zu schließen, die den Weiterbetrieb bislang unmöglich machte. Der Club hatte schon seit langem mit wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen. Rund 100. 000 Euro pro Jahr fehlen, um alles am Laufen zu halten und Miete, Personal, Technik und Programm abzudecken.
Gespräche mit Vertreter*innen aus Stadtpolitik, Wirtschaftsförderung und Kulturbereich führten zwar nicht zu einer Zusage von finanziellen Mitteln, gaben aber dennoch neue Motivation und Gedankenanstöße, wie man zumindest in der Theorie den Erhalt des Clubs gewährleisten könne. Auch viele Unterstützer*innen aus der Szene meldeten sich parallel.
Dort setzt der Verein jetzt an und hofft, über Spenden und Fördermitgliedschaften Zeit zu gewinnen. In Zukunft könnten dann auf dieser Basis Fördergelder von Landes- und Bundesebene beantragt werden. Der Betrieb wird so oder so zum 1. Januar 2026 vorerst eingestellt und es bleibt spannend, ob es danach zu einer erneuten Öffnung kommt.
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