Über 300 Kilogramm Kokain in Tiefkühlfischen gefunden

In den Niederlanden ist den Behörden ein spektakulärer Drogenfund gelungen.

In einem Container mit Tiefkühlfischen entdeckten Zollbeamte insgesamt 319 Kilogramm Kokain. Die Drogen waren in den aufgeschnittenen Körpern der Fische versteckt. Der Container stammte aus Suriname und war für ein Unternehmen in Barneveld bestimmt.

Zunächst blieb der Fund unentdeckt. Laut Polizei ergab eine erste Durchsuchung der Lieferung keine Hinweise auf Betäubungsmittel. Erst ein konkreter Hinweis führte die Ermittler zurück zu dem Container, der sich inzwischen bei einem Betrieb in der Provinz Gelderland befand.

Daraufhin wurden Polizei und Zoll erneut aktiv. „Es stellte sich heraus, dass in einem Teil der Fischlieferung eine Fremdsubstanz sichtbar war“, erklärte die Polizei.

„Die noch gefrorenen Fische mit diesem ungewöhnlichen Aussehen wurden aufgeschnitten, woraufhin man feststellte, dass darin Päckchen mit Kokain versteckt waren.“ Die Gesamtmenge betrug über 319 Kilogramm.

Die Durchsuchung des Firmengeländes im Industriegebiet Harselaar dauerte mehrere Stunden. Ermittler der Nationalen Ermittlungs- und Interventionseinheit waren ebenso vor Ort wie Zollbeamte.

Mehrere Einsatzfahrzeuge sicherten das Gelände, ein eskortierter Lastwagen verließ später das Areal mit mutmaßlich beschlagnahmter Ware. Nach bisherigen Erkenntnissen steht das betroffene Unternehmen nicht in Verbindung mit dem Drogenschmuggel.

Die Polizei betonte, der Betrieb „hat unseres Wissens nichts mit den Drogen zu tun“. Die Lieferung wurde beschlagnahmt und vernichtet. Die Ermittlungen zum Hintergrund und zu möglichen Drahtziehern dauern an.

Quellen: Bild / Barnevelds Krant

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