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Die virtuelle Realität ist in aller Munde. Denn nicht nur im Bereich der Computerspiele machen die verschiedenen VR-Brillen von sich Reden, sondern auch als Ziel der Pornoindustrie. Dies ist in jedem Fall zu begrüßen, denn die Unterstützung dieser wichtigen Branche hat zu einigen technischen Entwicklungen beigetragen. Doch die Angst geht um, dass die herkömmliche Pornografie aussterben könnte, wenn sich die Geräte zum Genießen der virtuellen Realität durchsetzen könnten. Doch Ihr müsst keine Angst haben.

Wie virtuell darf es denn sein?

Zunächst einmal sollten wir klären, wie Ihr Euch virtuelle Pornografie überhaupt vorstellen müsst. Filme, welche für die virtuelle Realität gedreht werden, stellen ganz andere Ansprüche an die Darsteller und an die Inhalte. Denn Ihr erlebt in einem solchen Film die Action immer in der Ego-Perspektive. Das heißt aber auch, dass Ihr oftmals nicht alle Teile des Geschehens sehen könnt oder zumindest in Eurer Sicht eingeschränkt seid. In dieser Hinsicht kann es der virtuelle Porno recht schwer haben, da nicht alle Bereiche der Sexualität so virtuell ausgelebt werden können. Die Alternative zu dieser Form des virtuellen Pornos ist die freie Wahl Deiner Position beim Schauen des Pornos. Theoretisch könntest Du also um die Action herumlaufen und Deinen Blickwinkel immer wieder verändern. Für diese Form der virtuellen Pornofilme fehlt jedoch bisher noch die Aufnahmetechnik, um solche Aufnahmen vernünftig und kostengünstig realisieren zu können. Es wird also zunächst bei den Pornos aus der Ego-Perspektive mit allen Problemen bleiben. Ein Beispiel: Bei einem BDSM-Porno, welcher sich beispielsweise an den 50 Shades orientiert, seid Ihr in der passiven Rolle per se äußerst eingeschränkt und somit nur bedingt in der Lage Euer Sichtfeld vernünftig zu ändern. Solche Filme können somit in VR kaum funktionieren.

Pornhub arbeitet an der Verknüpfung von VR-Pornos mit WLAN-Sexspielzeugen

Folgt man den aktuellen Pressemitteilungen, so möchte die weltweit bekannte Porno-Seite Pornhub noch einen deutlichen Schritt weitergehen. Denn die Seite plant ein neues Experiment, welches die Virtualität auf ein ganz neues Level heben könnte. Es gibt immer mehr Sexspielzeuge auf dem Markt, welche sich mittels Smartphone-App fernsteuern lassen. Pornhub möchte nun Pornofilme entwickeln, welche diese Geräte passend zur Action auf dem Bildschirm ansprechen und diese bedienen kann. Kombiniert man das Ganze noch mit den entsprechenden VR-Gadgets wie guten Headsets und VR-Brillen, so nähert sich die Virtualität deutlich der Realität an. Schließlich könnt Ihr dann nicht nur einen Porno aus der Ego-Perspektive erleben und Euren Blick dorthin richten, wo Ihr am liebsten hinguckt, sondern ihr spürt einen Teil der Berührungen im Film auch als direkte Vibrationen an den entsprechenden Stellen. Aus jetziger Sicht weniger prickelnd, doch für viele Menschen sicherlich eine komfortable und akzeptable Lösung.

Wir werden in jedem Fall erleben, dass die Porno-Branche einen neuen Wandel durchlaufen wird. Wie stark dieser sein wird hängt nicht zuletzt vom wirtschaftlichen Erfolg der VR-Brillen und -Geräte ab. Denn die hohen Anschaffungspreise und der noch sehr eingeschränkte Nutzen im täglichen Gebrauch lassen diese Geräte aktuell eher als Trend-Gadgets erscheinen. Doch mit einer Verbesserung der Technik und somit einem Absinken der Preise kann durchaus gerechnet werden. Dementsprechend liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass Ihr in Zukunft Eure Pornos in der virtuellen Realität genießen könnt und euch mittendrin statt nur dabei fühlt.