Wiener Festival versinkt im Chaos, Club springt Betroffenen zur Seite

Sieben Stunden mussten Besucher am Freitag vor den Toren des Beatpatrol Festivals in Wien warten.

Der für 14 Uhr geplante Einlass auf der Galopprennbahn Freudenau verschob sich zunächst auf 17 Uhr und anschließend auf 19 sowie 19:30 Uhr. Als Grund nannte das Festival über Instagram lediglich „logistische Gründe“.

Für viele Gäste begann der Festivaltag damit bereits mit erheblichem Frust. Zahlreiche Besucher waren zur ursprünglich angekündigten Einlasszeit angereist und hatten mehr als 90 Euro für ihre Tagestickets bezahlt.

In sozialen Netzwerken häuften sich deshalb Beschwerden und Fragen zum weiteren Ablauf. Erst gegen 20:30 Uhr wurden die wartenden Menschen nach Angaben der Kronen Zeitung blockweise auf das Gelände gelassen.

Das erste Set begann schließlich gegen 21 Uhr. ¥ØU$UK€ ¥UK1MAT$U hätte ursprünglich bereits um 19 Uhr spielen sollen. Auch Charlotte de Witte trat trotz der Verzögerungen noch auf. Damit begann das Festivalprogramm allerdings erst rund zwei Stunden vor dem vorgesehenen Ende des ersten Tages.

Welche weiteren Acts ihre Auftritte noch absolvieren konnten und welche Sets entfielen, war zunächst nicht eindeutig bestätigt. Besonders betroffen war Miss Monique. Die Headlinerin befand sich bereits auf dem Festivalgelände und sollte um 20 Uhr spielen.

Während die Besucher noch vor den verschlossenen Toren standen, erklärte sie in ihrer Instagram-Story, wegen Umständen, auf die sie keinen Einfluss gehabt habe, nicht auftreten zu können.

Ihr Auftritt fiel damit vollständig aus. Unterdessen sorgten die Ereignisse auch für weitere Absagen am Samstag. Anna Ullrich teilte mit, dass sie ihren geplanten Auftritt gemeinsam mit Anna Chiara nicht wahrnehmen werde.

Nach Angaben von Ullrich hatte sie bis Freitag keine notwendige Rückmeldung oder Bestätigung vom Veranstalter erhalten. Zudem sei ihre Anreise entgegen einer zuvor getroffenen Absprache nicht organisiert worden. Anna Chiara erklärte ebenfalls, nicht zu wissen, ob der gemeinsame Auftritt stattfinden könne.

Auch DJ Dorah äußerte sich zur Situation. Sie zeigte sich enttäuscht über die Organisation und erklärte, internationale Acts seien angereist und anschließend wieder abgereist, weil vor Ort weiterhin keine Lösung gefunden worden sei. Welche Künstler damit konkret gemeint waren, ist bislang nicht bestätigt.

 

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Unklar war zunächst außerdem, ob Besucher für das stark verkürzte Programm des ersten Tages eine Erstattung erhalten können. Eine ausführliche Stellungnahme des Veranstalters lag ebenfalls noch nicht vor.

Bemerkenswert: Der Wiener Club Signal meldete sich zu Wort und versprach den Festival-Gästen, die von dem Chaos in Mitleidenschaft gezogen wurden, freien Eintritt für dessen Festival mit Eric Prydz am 11. Dezember.

Am zweiten Tag traten u. a. Sigma, Melanie C, John Newman, Alok und Scooter auf. Ein ähnliches Chaos wie am Vortag blieb dabei offenbar aus. Bleibt abzuwarten, ob sich die Veranstalter tiefer zu den Vorfällen am Freitag äußern werden.

 

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Quelle: DJ Mag

Foto: C.Stadler/Bwag

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