WOODKIN – Am Anfang der Reise

Es begann vor ein paar Jahren mit einem Remix, den Mollono.Bass für MAZ’N produzierte und es stellte sich schnell heraus, dass diese erste Zusammenarbeit nicht die einzige sein sollte. Weitere Tracks entstanden und beide stellten fest, „dass hier musikalisch etwas Besonderes entsteht und unsere Welten sehr gut zusammenpassen“, erzählt Molle alias Mollono.Bass. Seit letztem Jahr gibt es das gemeinsame Projekt WOODKIN, das aber nicht nur ein reines Studioprojekt ist, sondern einen Großteil seiner Energie aus den gemeinsamen Live-Auftritten schöpft und nun sein Debütalbum präsentiert, das auf 3000Grad Records erscheint.

Während Mollono.Bass die elektronische Seite mit Sound, Groove und Atmosphäre einbringt, liefert MAZ’N das Songwriting und die emotionale Ebene über Stimme und Texte. Diese Elemente vereinen WOODKIN auf sehr natürliche und organische Art und Weise, gemeinsam im Dialog im Studio. „Wir mussten dabei gar nicht so viele Kompromisse eingehen, weil wir relativ schnell gemerkt haben, dass unsere musikalischen Vorstellungen überraschend ähnlich sind. Uns ging es beiden darum, ehrliche, emotionale Musik zu machen, die sowohl auf einem Festival funktionieren kann als auch beim Hören zuhause“, erklärt Molle und Christian fügt hinzu: „Ich glaube, wenn man zu zweit an Songs arbeitet, ist es unmöglich, immer die gleiche Vorstellung zu haben, aber wir einigen uns immer auf eine sehr entspannte Weise. Überhaupt ist es als Duo wichtig – oder vielleicht neben dem musikalischen Aspekt das Wichtigste –, dass es auch persönlich passt und das tut es bei uns absolut.“

Aus dieser gemeinsamen Basis im Studio wuchs dann die Idee, WOODKIN live auf die Bühne zu bringen, erklärt Mollono.Bass: „Uns hat gereizt, elektronische Musik mit echten Konzertmomenten, Live-Vocals und einer emotionalen Atmosphäre zu verbinden. Dadurch entwickelte sich WOODKIN nach und nach immer stärker zu einem eigenständigen Live-Projekt.“ Ihren ersten Auftritt hatten sie auf einer 3000Grad-Veranstaltung im Ritter Butzke in Berlin. Ein perfektes Setting, weil zu dieser Veranstaltung viele Fans, Freunde und ein großer Teil der 3000Grad-Familie vor Ort waren. „Dadurch entsteht eine sehr offene und vertraute Atmosphäre, in der man neue Ideen ausprobieren und sich kreativ entfalten kann. Seitdem hat sich unser Live-Set stark weiterentwickelt“, wie Molle anmerkt.

Das selbstbetitelte Album entstand in den letzten anderthalb Jahren, wobei manche Songs sehr schnell entstanden sind, andere hingegen sich über viele Monate entwickelt haben und immer wieder verändert wurden. Herausgekommen sind elf Songs, die den WOODKIN-Spirit perfekt repräsentieren und die natürlich im Laufe des Sommers und des restlichen Jahres live zu hören sein werden – bei eher intimen Konzertformaten – zum Beispiel in Mecklenburg an einem See oder auch in Berlin an der Spree –, aber auch auf Festivals und in Clubs.

Das sieht auf jeden Fall nach einem vollen Terminkalender für die beiden aus, die parallel natürlich auch noch solo aktiv sein werden. Aber WOODKIN wird keine Eintagsfliege, ist es eigentlich jetzt schon nicht mehr, aber es wird auf jeden Fall weitergehen, wie Mollono.Bass euphorisch anmerkt: „WOODKIN fühlt sich für uns eher wie der Anfang einer Reise an. Wir haben das Gefühl, dass da noch unglaublich viel Potenzial drinsteckt – musikalisch und live. Uns reizt vor allem die Idee, elektronische Musik wieder stärker mit echten Konzertmomenten zu verbinden – also Emotionen, Live-Performance und Clubkultur zusammenzubringen“, und MAZ’N ergänzt: „Wir sitzen auch schon seit Längerem an den nächsten Songs. Im Sommer kommen dann teilweise schon neue Songs raus sowie Remixe zum Album von anderen tollen Künstler*innen.“

Aus dem FAZEmag 172/06.2026
Text: Tassilo Dicke
www.woodkinmusic.com