
Von der Fusion bis ins Studio: Club-Energie mit verträumten Klangwelten – jetzt steht das Debütalbum bevor.
Mit WOODKIN haben sich zwei Künstler gefunden, die sich wie Puzzleteile ergänzen: Mollono.Bass, dessen Produktionen seit Jahren zwischen treibendem Groove und organischer Wärme balancieren, und MAZ’N, Sänger und Multiinstrumentalist mit einem unverwechselbaren Gespür für Melodien und Emotionen. Was zunächst als Remix begann, wuchs 2024 schnell zu einer Idee heran, die beide nicht mehr losließ. Aus ersten gemeinsamen Live-Auftritten wurde bald ein eigenständiges Projekt – ein Duo, das elektronische Raffinesse mit echter Bühnenpräsenz verbindet.
Ihre Konzerte leben vom Wechselspiel zwischen Mollonos detailverliebten Beats und MAZ’Ns eindringlicher Stimme. Das Publikum erlebt dabei ergreifende Live-Sets – eine atmosphärische Performance, die sich irgendwo zwischen Melodic Techno, Indie Dance und verträumten Klangwelten verortet. Schon beim Springfestival, auf der Fusion oder im Bi Nuu Berlin hat WOODKIN gezeigt, welches Potenzial in dieser Symbiose steckt.
Nun steht das nächste Kapitel an: Am 26. September erscheint die erste Single ihres kommenden Debütalbums. Grund genug, mit den beiden über den Ursprung ihrer Zusammenarbeit, ihre künstlerische Chemie und die Pläne für die kommenden Monate zu sprechen.
Ihr habt schon einige gemeinsame Produktionen und Live-Sets hinter euch. Was war der entscheidende Moment, in dem klar wurde: Wir gründen ein eigenes Projekt?
Uns war es klar, als wir das erste Mal zusammen im Ritter Butzke gespielt haben. Wir hatten zwar schon vorher über eine Zusammenarbeit gesprochen, aber an dem Abend haben wir gemerkt, welche Energie wir zusammen haben. Ab dort war uns klar, dass es ein Projekt werden wird.

Wie unterscheidet sich das Arbeiten als Duo in WOODKIN von euren Solo-Projekten?
Der Hauptunterschied liegt in der Arbeitsteilung, sowohl beim Produzieren als auch bei Live-Auftritten. MAZ’Ns Schwerpunkt liegt eher auf dem Songwriting und Molles auf der Produktion. Auf der Bühne hat ebenfalls jeder seine Aufgaben. Live spielen ist immer wesentlich aufwendiger, da ist es super, wenn man sich die Dinge aufteilen kann.
Zudem ist es natürlich so, dass wir nun zu zweit unsere Einflüsse einbringen und man nicht mehr allein entscheiden kann. Das empfinden wir aber eher als Bereicherung, da sich unsere Sounds gut ergänzen.
Eure Musik bewegt sich zwischen Melodic Techno, organischen Elementen und einer starken emotionalen Tiefe. Wie beschreibt ihr selbst euren Sound?
Das kommt dem schon sehr nahe, den Einfluss von Indie Dance würden wir noch ergänzen. Ansonsten trifft es „dreamy and dancy“ ganz gut.
WOODKIN versteht sich als Live-Act. Wie sieht euer Liveset aktuell aus, und wie viel ist dabei auf der Bühne improvisiert?
MAZ’N singt, spielt Synthies und meistens Percussion über ein Drum-Pad. Molle kümmert sich um alles Elektronische und hat ebenfalls eine E-Drum dabei. Am Anfang war noch wenig improvisiert, da wir uns erstmal eingrooven mussten – das wird aber jetzt langsam immer mehr.
Was war bisher euer prägendster gemeinsamer Moment als WOODKIN?
Es gab da schon einige, aber unser Konzert im Bi Nuu in Berlin war besonders, da es kein Set eingebettet in einen Clubabend war, sondern unser erstes gemeinsames Konzert mit noch mehr Live-Elementen. Direkt darauf folgt natürlich unser Auftritt auf der Fusion – das war magisch.
Welche Einflüsse – musikalisch, kulturell oder persönlich – prägen euren Sound gerade am stärksten?
Die Inspiration kann von überall kommen. Durch eine aktuelle Stimmung, durch Songs, die man gehört hat oder Ereignisse, die einen an dem Tag beschäftigen. Oft nimmt man sich auch vor, einen Song zu schreiben, der in eine gewisse Richtung geht – driftet dann aber in eine ganz andere ab.
Das Projekt WOODKIN steht am Anfang, neue Singles und ein Album sind allerdings schon konkret in Planung. Wohin geht die Soundreise?
Unserer Linie werden wir treu bleiben, aber auf dem Album wird es bestimmt die ein oder andere Überraschung geben.
Wie sieht eure Roadmap für die kommenden Monate aus?
Unsere Tour zu Molles Album „Tears and Hope“ haben wir jetzt zu Ende gespielt und werden diesen Winter nutzen, um an unserem ersten gemeinsamen Album zu arbeiten, das ebenfalls den Namen WOODKIN trägt. Die erste Single kommt bereits am 26.09. raus. Trotzdem werden wir natürlich auch im Winter weiter live spielen – am 11.10. zum Beispiel sind wir in Frankfurt im Tanzhaus West mit vielen anderen tollen Künstlern und freuen uns auf alle, die vorbeikommen.
Artikelfoto Credit: Sebastian Vandrey
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