bigroombanger_08-2018

Big Room Bangers by Falko Niestolik – August 2018

Murekian & Point Blvnk – Runaway (Blanco Y Negro Records)
Ein lockeres Vocal, ein schönes Future-House-Piano, eine Bassline, die etwas im Hintergrund steht, aber keinesfalls harmlos ist, tolle Breaks und alles gut verpackt – so klingt „Runaway“ von den beiden Artists, die durchaus auch für Härteres bekannt sind. Die Nummer ist ein schöner Sommertrack, der am Beginn eines Abends gut seinen Platz findet, dem in der Peaktime aber die Luft ausgehen würde. Einfach mal reinhören. 8/10

Christian Laute – In Your Dreams (Dos Or Die Records)
Das Video ist schon mal Sommer pur und natürlich könnte man jetzt sagen „Housemusik, Strand und leicht bekleidete Partypeople steigern den Umsatz“ – ja, ist auch so und kann auch jeder machen. Bei der Extended Version geht es noch ein wenig knackiger zur Sache, die geht natürlich noch etwas mehr ins Detail. Schönes Signing und eine Nummer, die du immer spielen kannst – wahrscheinlich auch noch in fünf Jahren. 8/10

Mesto – Give Me Love (Musical Freedom Music)
Mesto startet auf Tiëstos Musical Freedom die nächste Festival-Bombe, und die hat ordentlich Power in der Rille. Cutted Synths werden angetrieben von einer Bassline, das Vocal ist eventuell ein wenig zu piepsig geraten, aber wir wollen jetzt nicht den Zeigefinger heben, denn der Break ist schön episch aufgebaut und lässt alle bis zur letzten Reihe ordentlich mitmachen. Schönes Brett. 10/10

Jolyon Petch – Make A Move (Enormous Tunes)
Bootleg-Meister Petch kommt hier mit seiner Solo-Single auf Enormous Tunes ganz dick um die Ecke. Man hat das Gefühl, dass er sich noch immer im Bootleg-Modus befindet, aber das macht die Nummer auch aus. Tolle Vocals, feine Melodie und ein Brass-Sound, der kräftig die Boxen strapaziert. Die Breaks sind im Vocal-House-Stil gehalten, der Drop kommt nicht überraschend, aber kräftig und auf den Punkt und die Nummer macht einfach Spaß. Top! 10/10

Max Styler – Feel It (DIM MAK Records)
DIM MAK macht wirklich, was es will – das ist gut und auch Anhänger des gepflegten Future-Bigroom-Sounds sollten noch öfter reinhören, denn mit dem neuesten Release von Mr. Styler ist eine mega Future-House-Nummer erschienen: Fetteste Vocals mit ordentlich Vocoder obendrauf sorgen für den Oldschool-Touch, bevor der Drop alles ganz gefühlvoll wegschiebt. Mit DIM MAK dürfte Max Styler einen ordentlichen Schub bekommen, denn das richtige Zuhause scheint er gefunden zu haben. Glückwunsch! 10/10

LOthief & Beowülf – Gypsy (HUB/SONY)
Die beiden Jungs haben in diesem Monat den Groove gebunkert. Orientalische Klänge, gepaart mit fetter Bassline und einer Kick, die sich in deiner Magengegend breitmacht, sorgen schon für etwas ganz Besonderes im derzeitigen Einheitsbrei. „Gypsy“ glänzt nicht nur mit den bereits beschriebenen Elementen, nein, auch das Vocal ist laut und sexy und der Drop sollte dann auch den letzten Zweifler auf die Tanzfläche bringen. Spannend und neu. 10/10

Eddie Thoneick & Kurd Maverick – Reckless (SPRS Records)
Gemeinsam Musik machen ist doch am schönsten und noch viel besser ist es, wenn es schon mal galaktisch funktioniert hat – wie im Fall von Eddie Thoneick zusammen mit Kurd Maverick, auch wenn es gefühlt schon eine Ewigkeit her ist. Damals wurde in der Cover-Kiste gewühlt und auch heute ist es nicht unbedingt anders: Diesmal wurde „Reckless Girl“ von den Beginerz veredelt und auf den neuesten Stand gebracht! Fette Beats mit den bekannten Vocals und ein cooler Drop sorgen für die richtige Stimmung. Bigroom-Tech-House der Königsklasse, auch wenn für den großen Wurf ein wenig Salz und Pfeffer fehlen. 9/10

Dave202 – Venom (S2 Records)
Sein bisher bestes Werk, wie ich finde, hat der Schweizer Dave202 nun veröffentlicht: Druckvoll, episch, groß und eben ganz besonders ist dieser Track. „Venom“ ist eine Mischung aus Trance, Bigroom und Festival-Sound, made in 2018. Großes Kino mit garantierter Gänsehaut – und dazu benötigt er nicht mal Vocals, das Teil funktioniert bestens ohne. Brett des Monats! 10/10

GTA – Something Like (Mau5Trap)
Ist es ein Track oder nur ein Tool, was GTA hier auf der neuen Mau5Trap Vol. 1 abliefert? Ich habe keinen Schimmer und ich weiß auch nicht, wo ich das spielen soll oder kann, aber ich werde es tun! Was für eine Ansammlung von geilen Breaks, Elementen und dieser Groove, megaheißer Scheiß! Manchmal muss es eben nicht mehr sein – unbedingt reinhören. 9/10

Axwell & Ingrosso – Dancing Alone (Astral Werks)
Die Nummer hat ja schon ein paar Wochen auf dem Buckel – was in der heutigen Zeit schon eine Ewigkeit ist – und ich hatte bis dato keine wirkliche Meinung zu den zwei lebenden Legenden. „Dancing Alone“ ist natürlich ein handwerklich hervorragender Track: Tanzbar, produziert an der absoluten Spitze, aber mir fehlt nach wie vor etwas. Der Drop-Synth ist mal was anderes; kann gut gehen, liegt aber irgendwie quer im Ohr. Die Vocals sind absolute Champions League, der Track schwimmt aber halt gerade so mit. Schade, da wäre mehr drin gewesen – doch ich liebe diese Jungs! Ehrliche 7/10

 

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