Mixcon München

Genauso stellt man sich eine DJ- & Producer-Convention vor: Mit 70 Speakern, 43 Sessions, 25 Technik-Ausstellern und 23 Record Labels machte die Münchner MIXCON zur zweiten Ausgabe einen weiteren Schritt nach vorn. Und das in einem Ambiente, wie es wohl europaweit keine vergleichbare Veranstaltung zu bieten hat. So fanden sich am 1. und 2. März auch mehr als 800 Besucher in der Hotel-Happening-Location „The Lovelace“ ein, um Tools zu testen, Masterclasses und Workshops zu besuchen und mit internationalen Szenegrößen in persönlichen Kontakt zu treten.

Am Donnerstag wurde das Event mit einer Begrüßungsrede von den Veranstaltern Bernd Closmann und Jens Witzig offiziell eröffnet. Von da an ging es in allen Bereichen Schlag auf Schlag mit Topstars wie Dannic, Da Tweekaz, Mike Candys, Jewelz & Sparks, Timo Maas, Niels Van Gogh, Mark Dekoda, MC Villain oder DJ Ruzo. Diskutiert wurde u. a. der Erfolg von Hardstyle, wie man seine Karriere langfristig vorantriebt oder was im Social-Media- Zeitalter zu beachten ist. In einer Masterclass gab zudem der niederländische Produzent Dannic preis, wie man potentiell erfolgreiche Dance-Hits schreibt. Den zünftigen Abschluss markierte ein Tiger-Records-Showcase mit Tunes von Niels Van Gogh, Sugarstarr, Stephan Amount und Max Lean. Am Rande fand schließlich noch ein Speaker-DJ Stammtisch mit Tom Novy statt.

Den Folgetag läutete eine Rede von Jürgen Enninger ein. Als Leiter des Kompetenzteams Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München war er offizieller Förderer des MIXCON-Projektes. Im Anschluss gab es auf vier Floors Masterclasses unter anderem mit Milk&Sugar, DJ Remake und Ferdinand Weber. In Vorträgen rund um das Urheberrecht erläuterten Stars wie Mashup Germany ihre Sicht der Dinge. Ebenso kamen aber auch die GEMA und GVL als Gegenposition zu Wort. Weitere prominente Speaker zum riesigen Themenfeld DJ-Business waren Frank Klein als Manager von Robin Schulz, Artists wie LCAW, Martijn Ten Velden, Le Shuuk, Luca Schreiner, Moestwanted, Switch Off, RUN DBN und Dennis Bohn sowie Booker wie Werner Griese (Dancefield) und Richard Distler (Neuraum). Ein voller Erfolg waren die Auditions. In zwei Räumen hörten sich Produzenten, Label Manager und A&Rs Tracks von Besuchern an. Unter den Auditoren waren illustre Namen wie Tai Jason und MelBeatz, Steffen Harning von Milk & Sugar, Roy Ströbel, Tiger Records und Housesession, aber auch kleine Indies wie 120db. Einige Besuchertracks waren dabei offenbar so überzeugend, dass sie unmittelbar gesignt wurden.

Ebenfalls am Freitag nahmen Hersteller von DJ- & Producer-Equipment jeden freien Zentimeter des Lovelace in Beschlag, um Ihre neusten Produkte zu präsentieren. Angetestet werden konnten unter anderem Tools von Branchenführern wie Pioneer, Rane, Denon, NI, A&H, Novation, Stanton, Roland und Gemini, aber auch von Newcomern wie Play Differently, Synthezis oder Getya. Für Monitorhersteller wie Adam Audio und Genelec wurden sogar separate Listening-Rooms eingerichtet. Wer am Abend dann immer noch Energie hatte, konnte sich in den zahlreichen Münchner Clubs austoben. So zum Beispiel bei Dannic & Le Shuuk im Neuraum, Joris Voorn im Pacha, Roman Flügel im Blitz, Township Rebellion im Harry Klein und oder Der Dritte Raum im Palais. Entsprechend ziehen die Veranstalter eine positive Bilanz. Stoyan Velkov berichtet sogar, dass das Teilnehmer-Feedback überwältigend war. „Wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt und uns weiter etabliert.“ So dürfte es 2019 weitergehen, noch größer, noch schöner – obwohl, schöner als im The Lovelace ist ja kaum mehr möglich.

www.mixcon-munich.de

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