jacobkorn

Auf unserer Tour durch Dresden wollen wir euch die Stadt an der Elbe mal aus dem Blick eines einheimischen Kulturschaffenden vorstellen. Und wer eignet sich dafür besser als Jacob Korn, der aus seiner Heimat Dresden aufgrund seinen fundierten Studioskills, zu hören auf Uncanny Valley, Permanent Vacation oder Running Back, inzwischen in der ganzen Welt gefragt ist. In Dresden ist Jacob mit zahlreichen Gigs und Workshops sehr aktiv: Der perfekte Kandidat also, um mit uns einen Städtetrip durch Dresden zu machen:

Nachtleben:
Wer hier eine pulsierende Metropole wie Berlin erwartet, wird eher enttäuscht sein. Allerdings gibt es jedes Wochenende und auch unter der Woche gut organisierte Veranstaltungen im Bereich zeitgenössischer Tanz/Theater, Konzerte sowie eine vitale Szene für elektronische Musik.

Bester Club:
Schwierige Situation für Locations jenseits des Mainstreams. Kleine feine Läden und Off-Locations kamen und gingen über die Jahre. Das TBA und „Objekt klein a“ schicken sich jetzt an, eine neue Duftmarke zu setzen.

Bestes Restaurant:
Von der besten Location zum besten Restaurant avanciert. Das alte Wettbüro bietet super Küche sowie einen entspannten Flair zu fairen Preisen. Der Biergarten im Sommer ist ein Muss, weshalb auch die Veranstaltungen da immer besonders waren und weiterhin sind. Wer es noch eleganter mag, wird im Villandry und im Elements eine sehr gute Wein- und Speisekarte vorfinden.

Bester Burger:
Der Fettboy ist „new on the block“ und hat jetzt schon viele Fans. In der Kantine Nr. 2 gibt es den besten Veggie-Burger mit einer ordentlicher Portion Käse statt Beef.

Beste Aussicht auf Dresden:
Das Weingut Lutz Müller mit seinen sächsischen Weißweinen und Flammkuchen aus dem Steinofen in der Besenwirtschaft, direkt auf dem Weinberg zwischen den Elbschlössern mit Blick ins Tal.

Typische Dresdner Angewohnheit:
Neuem skeptisch gegenüber stehen, sich aber dann doch gern überzeugen lassen.

Ort, den man unbedingt besuchen sollte:
Die unzähligen barocken Klassiker und die Vielzahl der Museen der Altstadt sollte man sich nicht entgehen lassen.

Bester Ort zum Relaxen:
Im Grünen. z.B. An den Elbwiesen, im Alaunpark oder an heißen Tagen im Prießnitzgrund.

Aufregendstes Abenteuer in Dresden:
Montagnachmittags am Altmarkt. Wem das nicht aufregend genug ist, der geht in den Kletterwald Klotzsche oder in die Sächsische Schweiz zum Freeclimbing.

Das liebe ich an meiner Stadt:
Alles ist überschaubar, entspannt, familienfreundlich und grün. Mittlerweile gibt es auch eine gute Vernetzung und Kommunikation der Akteure untereinander, was essentiell für eine Stadt dieser Größe ist.

Da ist noch Luft nach oben:
Die Kreativwirtschaft wird langsam als Wirtschaftsfaktor erkannt, trotzdem befinden sich Kulturschaffende der Subkultur oft in der Lage nebenher jobben zu müssen. Die Preise für Wohn- und Arbeitsräume sind im Verlauf der letzten Jahre beispielsweise durch Abriss, Modernisierung und Spekulationen explodiert. Auch der Faktor Verkehrsanbindung ist natürlich geographisch gesehen nicht optimal, aber doch etwas ausbaufähig.

Aus dem FAZEmag 063/05.2017
www.jacobkorn.de

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