Berliner DJ-Ikone unerwartet verstorben

Inmitten der goldenen Ära des Minimal-Techno führte er die Berliner House-Musik zurück zu alter Stärke: Carsten Klemann. Jetzt ist die DJ-Ikone überraschend im Alter von nur 41 Jahren verstorben.

Klemann wurde 1980 in Berlin geboren und lebte als Jugendlicher einige Jahre in Hamburg, wo er 1996 das DJing erlernte. Gewappnet mit exzellenten Skills an den Plattentellern ging es wenig später zurück in die Hauptstadt, wo der stets modebewusste Emporkömmling – ein feiner Zwirn gehörte entgegen der Konventionen innerhalb der Szene oftmals zum Look Klemanns – Mitglied des DJ-Kollektivs 61 Rocker in Kreuzberg wurde.

Über die Drum-‘n’-Bass-Party Hard:Edged führte sein Weg dann schließlich ins legendäre Watergate, jener Club, in dem Klemann sich ein Denkmal in der Berliner Szene setzten konnte. Untermauerte wurde sein Erfolg zudem durch eine Residency in der ersten Panorama Bar im Ostgut.

2008 beendete Klemann seine Vorherrschaft im Watergate und zog auf leisen Sohlen gen London, wo es merklich ruhiger um ihn wurde. Knapp zehn Jahre später kehrte er dann zurück nach Berlin, wo er versuchte, sich mithilfe einer Labelgründung ein neues Standbeim im Musikbusiness aufzubauen.

Quelle: Groove