Best of Submithub Februar 2024

SubmitHub wurde Ende 2015 gegründet, um den Prozess, Musik an Kuratoren zu senden, so einfach wie möglich zu gestalten. Submithub bietet viele Statistiken und Filter, damit der Einsender sichergehen kann, dass seine Musik in den richtigen Händen landet. Für Kuratoren bedeutet das mehr Musik zu bekommen, die sie auch mögen. Der Prozess funktioniert klasse: mehr als 1,327,000 Songs wurden geteilt bis heute. Jedoch ist der Markt hart und nicht einmal die meist erfolgreichsten Artisten können jeden glücklich machen. Musik ist subjektiv und kein Kurator sieht einen Song genauso, wie ein anderer Kurator. Per se, wird SubmitHub am Besten von jedem verwendet, der realistische Vorstellungen von Erfolg in der Musik Industrie im Jahre 2024 hat. FAZEmag präsentiert jeden Monat die Favoriten von Submithub-Einsendungen.

Daniel Kick – Hit Me Up (Future)

Daniel Kick stammt zwar aus der Ukraine, ist soundtechnisch aber in Großbritannien zu verorten. Seine aktuelle Produktion ist ein federleichter UK-Garage-Tune mit wunderschönen Female-Vocals und einem unwiderstehlich-positiven Vibe. Sehr schön.

Demloxx – Bouncer (Demloxx)

Es kann so einfach sein. Man nehme das eingängige Vocal des Rave-Klassikers von Kicks Like A Mule und bastle darum ein griffiges Drum & Bass-Gerüst. So geschehen beim britischen D ’n’ B-Artist Demloxx. Kickt wie ein Esel.

Lake Turner – Marlpool (Ki Records)

Andrew Halford alias Lake Turner ist ein in London lebender Musiker. Obwohl er vor zehn Jahren das Leben auf einer abgelegenen Farm in Worcestershire gegen die Hektik Londons eintauschte, inspiriert die Ruhe auf dem Lande Lake Turners Musik immer noch. Wie kaum ein anderer versteht er es, ambiente Stimmungen mit energetischen Dance-Rhythmen und troity Vibes zu paaren.

Milk & Sugar – Forgivin Me (Milk & Sugar Recordings)

Michael Kronenberger macht das, was er am besten kann: unseren Booty shaken. Und das nun schon seit 25 Jahren. Gratulation. Auch die neueste Single schafft das mit Perfektion. Hier ist es ein unwiderstehlich treibendes Piano, das den Reiz der Single ausmacht, bis ein Duett aus Male- und Female-Vocals hinzukommt, um dann wieder vom Piano vertrieben zu werden. Stark!

Moeaike – Mala Fama (MoBlack)

MOEAIKE ist das Projekt der beiden italienischen Produzenten und DJs Roberto Dell’Osso und Gaetano Laterza, die seit 2019 zusammenarbeiten. Nach gefeierten Releases – beispielsweise auf dem Fideles-Label Impressum – haben sie mit „Mala Fama“ eine atmosphärisch-dichte Afro-House-Nummer abgeliefert, die u.a. immer bei den DJ-Sets von Rüfüs Du Sol zum Einsatz kam. Gehirnschraube!

musclecars – Running Out Of Time (BBE)

musclecars ist ein aus New York stammendes DJ/Produzenten- und Veranstalter-Duo, bestehend aus Brandon Weems und Craig Handfield. Als Musiker teilen sie gleichermaßen ihren Ansatz, Genres zu fusionieren. Ihre aktuelle Single ist ein Percussion-Monster à la „Trommelmaschine“, kombiniert das Ganze aber mit Twisted- oder Tribal-US-Sirenen und einem coolen Acid-House-Backing. Klasse Track!

NOR3 – Aggression Inside (Stonecage)

Norman Meier, der sich auf seiner IG-Seite als stolzes SPD-Mitglied zeigt, hat hier wirklich einen besonderen „Techno-Track“ abgeliefert. Die Nummer wurde mir als Hardstyle angekündigt, ist aber weit davon entfernt – zum Glück. Ich bezeichne „Aggression Inside“ eher als Industrial Core oder Metal. Der Beat ist technoid und gerade – klar, aber der Mixdown ist so dreckig und schwammig-hart – cool. Ich hoffe mal, das war so gewollt.

Riscape – Solar (Mystery Freedom Network)

Riscape stammt aus der griechischen Hauptstadt Athen und releast bereits seit 2021 auf dem niederländischen Label Mystery Freedom. Nachdem er zuerst eher housy unterwegs war, ist seine neue Produktion eine balearisch angehauchte Trance-Nummer mit einer sehr schönen Melodie und viel Sonne zwischen den Zeilen. Der Frühling wartet.

Sihk x Jakka-B – Get Up (Basscon)

Alle DJ-Heartstring-Fans aufgepasst! Diese wilde indonesisch-US-amerikanische Produktion macht keine Gefangenen. Oldschool-Rave-Sounds jeglicher Couleur auf 160 BPM – und gib ihm! Für den Moment sehr witzig. Geht auch nur 02:52 Minuten – das passt.

Stone Van Brooken – Climax (Lelantus)

Der Pariser DJ und Produzent Stone Van Brooken ist schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der französischen Szene. Nachdem er in seiner Karriere schon diverse Techno- und House-Genres berührt hat, ist er nun bei Melodic Techno à la Artbat gelandet und macht seine Sache bei dem Höhepunkt wirklich gut. Eine zeitgemäße Nummer, die auch Afterlife gut zu Gesicht gestanden hätte.

TeoTon – Mangan (iM Electronica)

Teo mal wieder. Ich finde es bewundernswert, mit welcher Stringenz er sein Konzept durchzieht. Melodic-Techno/House gibt es auch dieses Mal. Allerdings sind bei „Mangan“ federleichte Female-Vocals am Start, die dem Track einen angenehmen Wiedererkennungseffekt verleihen. Gute Nummer.

Ugly Lungs x Willer Khale – Dopamine Theory (DistroKid)

Auch in Mexiko wird Oldschool-Rave-Sound gefeiert. Obwohl die in Südamerika recht bekannten Ugly Lungs hier zum ersten Mal „Techno“ abgeliefert haben, steht der Party-Faktor weiterhin im Vordergrund. „Mentasm“-Sounds treffen auf einen schnellen und zeitgemäßen Beat und drum herum passiert noch allerhand anderes Wildes. Kurze Halbwertzeit, aber macht Spaß.

Venbee x Marshmello – No Man’s Land (Columbia)

Die britische Newcomerin Venbee hat zusammen mit dem US-Superstar Marshmello eine sehr schöne Breakbeat-Nummer aufgenommen, die von ihrem Gesang problemlos getragen wird. Das zurückhaltende Backing passt perfekt dazu. Natürlich ein Pop-Song, aber ein elektronischer und ein sehr angenehmer.

Zulhou – Met You (Next Dimension)

Oliver und Michael dieses Mal mit einem grandiosen Vocal-Melodic-Tune – wenn man Vocals mag. Ich fand die Stimme beim ersten Hören etwas schwierig, aber sie wächst. Einfach mehrfach hören. Der Aufbau ist wie gewohnt sehr stark.