Bürgermeisterin lobt Organisatoren eines illegalen Raves in Spanien

Bürgermeisterin lobt Organisatoren eines illegalen Raves in Spanien

Die Bürgermeisterin von La Sénia reagierte überraschend positiv auf einen mehrtägigen illegalen Rave, der bis zu 1.000 Raver anzog und mit einem großen Spektakel ins neue Jahr startete.

Das Event begann am 31. Dezember und markierte damit den Übergang ins neue Jahr. Rund 1.000 Besucher versammelten sich in einer verlassenen Lagerhalle und feierten dort den Jahreswechsel. Auffällig waren vor allem die politischen Reaktionen auf den Rave: Während in Italien zuletzt strengere Gesetze gegen illegale Raves und ähnliche Veranstaltungen verabschiedet wurden, reagieren die Behörden in Spanien deutlich neutraler.

Bürgermeisterin Victòria Almuni erklärte, dass die Location des Raves gut gewählt gewesen sei. Sie betonte, dass der Veranstaltungsort ausreichend weit entfernt, zugleich aber strategisch günstig am Rand der Stadt gelegen war. Dennoch hätten sie und viele Bewohner der Stadt gehofft, dass der Rave früher beendet würde.

Am 3. Januar wurde die Veranstaltung schließlich aufgelöst. Mehr als 250 Einsatzkräfte waren im Einsatz, unterstützt von Hubschraubern und Drohnen. Über die drei Tage hinweg gingen mehr als 100 Beschwerden ein. In den darauffolgenden Tagen gaben die Behörden bekannt, dass 603 Besucher identifiziert, 207 Fahrzeuge kontrolliert und 45 positive Drogentests verzeichnet wurden.

Ein derart differenziertes Feedback seitens der Bürgermeisterin ist dennoch ungewöhnlich und wird von vielen als positives Signal gewertet – ein vergleichsweise versöhnlicher Abschluss für einen illegalen Rave.

Quelle: CatalanNews

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