Burning Man meldet zweiten Todesfall

Symbolbild

Beim Burning Man 2026 ist ein zweiter Teilnehmer gestorben. Ein 60-Jähriger wurde am Samstag gegen 15 Uhr tot in seinem Camp aufgefunden, wie das Burning Man Project mitteilte.

Zu den Umständen oder einer möglichen Todesursache machte die Organisation zunächst keine Angaben. „Unsere Gedanken und unser tiefstes Mitgefühl gelten der Familie, den Freunden und Camp-Mitgliedern des Teilnehmers sowie allen, die von diesem Verlust betroffen sind.“

Das Ganze ereignete sich nur zwei Tage nach einem weiteren Todesfall. Dabei starb ein Mann Mitte 50 nach einem medizinischen Notfall in Black Rock City. Sein Name wurde zunächst nicht veröffentlicht, da seine Familie noch nicht informiert worden war.

Der Mann war laut Burning Man Project zunächst lebensrettend versorgt und anschließend in das medizinische Notfallzentrum des Festivals gebracht worden. Dort wurde er für tot erklärt. Behörden erklärten, es habe keine Hinweise auf Fremdverschulden gegeben.

Die endgültige Todesursache stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. Sie sollte anhand eines Berichts des Gerichtsmediziners geklärt werden. Zu dem anderen Todesfall lagen zunächst ebenfalls keine weiteren Angaben vor.

Burning Man lockt jedes Jahr Zehntausende Menschen in eine temporäre Stadt in der Black Rock Desert im US-Bundesstaat Nevada. Auch das Wetter sorgte diesmal für erhebliche Probleme. Am Freitag verwandelte Regen die Playa in Schlamm.

Daraufhin wurden Ein- und Ausgang des Festivals vorübergehend geschlossen. Menschen, die noch nicht angereist waren, wurden aufgefordert, zunächst in Reno zu bleiben. Wie schwierig die Bedingungen waren, zeigte auch der Weg von Diplo in seinen Instagram-Storys.

Der DJ hatte beim Festival gespielt und bis Freitagmorgen gefeiert. Anschließend legte er nach den regenbedingten Beeinträchtigungen des Verkehrs rund sechs Meilen zu Fuß durch die schlammige Wüste zurück.

Die Polizei meldete zudem mehrere Festnahmen. Bis Freitagmorgen wurden nach Angaben von Sheriff Allen 34 Menschen wegen des Verkaufs oder Handels mit Drogen festgenommen. Hinzu kam eine Festnahme wegen häuslicher Gewalt.

Die Einsatzkräfte würden dabei nicht gezielt gegen Menschen vorgehen, die lediglich Drogen konsumierten. Der Umgang mit dem Drogenhandel war damit Teil der polizeilichen Bilanz des diesjährigen Festivals.

Das Festival findet zudem nur ein Jahr nach dem Tod eines 37-Jährigen statt, der am 30. August 2025 tödlich erstochen in einem Zelt aufgefunden wurde. In diesem Fall wurde bislang niemand festgenommen.

Für Teilnehmer, die von den aktuellen Todesfällen betroffen sind, haben die Organisatoren rund um die Uhr Angebote zur Krisenunterstützung eingerichtet. Dazu gehören die Black Rock Rangers und das Krisenunterstützungsteam des Emergency Services Department.

Quelle: San Francisco Chronicle

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