butchButch und Desolat – das ist mehr als nur eine normale Kooperation in der elektronischen Musikwelt, denn der Mainzer Bülent Gürler kehrt nach seiner 2013er „FTS“-12Inch zu dem Label von Loco Dice und Martin Buttrich zurück. Butch, der es gewohnt ist, auf jedem coolen Label der Welt seine Duftmarke zu hinterlassen – Beispiele sind Cocoon Recordings, Sei es Drum, Hot Creations, Visionquest oder Rekids – hat vier beziehungsweise fünf großartige Stücke abgeliefert, die einmal mehr beweisen, dass der Bouq-Macher ein ganz besonderer Produzent ist.


Die neue EP von Butch erscheint am 13. Oktober. Uns hat er jeden der enthaltenen fünf Tracks, auf Vinyl sind es vier, kurz beschrieben.

Track 01 „LFO“
„Normalerweise spanne ich mal einen Tag aus, nachdem ich auf einem Festival gespielt habe. Das war dieses Jahr beim Love Family Park anders, ich musste am nächsten Tag direkt ins Studio und die geile Energie einfangen, die ich da gespürt habe. Der Banger der EP!

Track 02 „Delusion“
„Im Nahen Osten zu spielen, ist immer sehr aufregend. Die Gefühle, die da in mir hochkommen, sind unglaublich gemischt. Einerseits trifft man auf ungemein gastfreundliche, herzliche Menschen und sieht teilweise atemberaubende Landschaften, doch die Sehnsucht nach Frieden und die Verzweiflung sind auch allgegenwärtig. Ich kam aus dem Libanon zurück und wollte diesen Kontrast, irgendwo zwischen geborgen- und verloren-sein, einfangen.

Track 03 „Sphere“
„Hohberg hatte eigentlich zugesagt, ins Studio zu kommen, um am gemeinsamen Album zu arbeiten, doch es kam ihm was dazwischen und er sagte kurzerhand ab. Ich war heiß darauf loszulegen und fing einfach an, spielte diesen trippigen Sinuston ein und ließ mich von ihm weiterleiten. Generell verkörpert dieser Song auch die Aufbruchstimmung, von der ich weiß, dass viele Freunde sie derzeit spüren.

Track 04 „Tone 2.0“
Dieser Song ist wie Sex im Berghain, erst ziemlich monoton, dann verliert man sich und dann kommt die große Explosion. Dann geht’s monoton weiter, haha.

Track 05: „Busy B“
‚Busy B‘ ist mein Tribut an die Jungs aus der Wildstyle- und Beat Street-Ära, die einfach eine unvergleichbare Lockerheit und Ich-mach-mein-Ding-Attitüde an den Tag legten. Der Beat ist fresh und ehrlich gesagt, wenn ich zurück denke, hätte mir dieser Song richtig gut auf meinem Walkman damals gefallen.

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